Bericht: Generalstaatsanwalt will Netanjahu wegen Korruption anklagen

Der israelische Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit will laut übereinstimmenden Medienberichten Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in drei Korruptionsfällen anklagen. Israels Ministerpräsident steht schon seit Monaten unter dem Verdacht der Bestechung, Betrug und Untreue. Bei den Vorwürfen gehe es um illegale Geschenke, die Netanjahu von Geschäftsfreunden erhalten haben soll, berichtet die „Jerusalem Post“.

dts_image_10444_hqsjfdthee_3121_800_600 Bericht: Generalstaatsanwalt will Netanjahu wegen Korruption anklagen Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen 2016 April Bericht Betrug Es Euro Geschenke Gesetz Korruption Ministerpräsident Untreue Zeitung | Presse AugsburgBenjamin Netanjahu, über dts Nachrichtenagentur

Netanjahu soll in den Jahren 2007 bis 2016 von zwei Unternehmern Geschenke im Wert von insgesamt einer Million Schekel, was umgerechnet etwa 240.000 Euro entspricht, angenommen haben, berichtet die Zeitung weiter. Als Gegenleistung soll Netanjahu sich für ein Gesetz eingesetzt haben, das einem der Geschäftsmänner Steuervergünstigungen in Millionenhöhe verschaffen sollte. Israels Ministerpräsident soll dem Geschäftsmann zudem geholfen haben, ein US-Visum zu bekommen, berichtet die Zeitung.

In Israel finden am 9. April Parlamentswahlen statt. Netanjahu will trotz der Vorwürfe erneut Ministerpräsident werden.