Berliner Senat plant Corona-Prämien von bis zu 1.000 Euro

Der Berliner Senat will systemrelevanten Landesbediensteten Corona-Prämien in Höhe von bis zu 1.000 Euro zahlen. Es gehe vor allem um die Mitarbeiter, die einer erhöhten gesundheitlichen Gefahr ausgesetzt seien und daher Außergewöhnliches leisteten, sagte Senatssprecherin Melanie Reinsch der RBB-Abendschau. Zu den Begünstigten zählen neben Ärzten und Pflegern der landeseigenen Krankenhauskonzerne Vivantes und Charité unter anderem auch Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Mitarbeiter der Gesundheitsämter, Erzieher im Notbetrieb in städtischen Kitas und Horten sowie Mitarbeiter der Jobcenter.

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Insgesamt sollten neben dem Klinikpersonal rund 29.000 Landesbedienstete bedacht werden, berichtet die RBB-Abendschau unter Berufung auf eigene Informationen. Auch die bereits zugesagten Prämien von 450 Euro für Ärzte und Pfleger bei Vivantes und Charité sollen bis Jahresende auf 1.000 Euro aufgestockt werden. Zur Finanzierung der steuerfreien Corona-Prämien wolle der Berliner Senat die im Haushalt für dieses Jahr bereits eingestellten 41 Millionen Euro für die sogenannte Ballungsraumzulage heranziehen.

Die Umwidmung solle im Rahmen des zweiten Nachtragshaushalts im Mai erfolgen, berichtet die RBB-Abendschau. Der Senat hoffe, dass auch private Unternehmen ähnliche Prämien für systemrelevante Mitarbeiter ausloben. Die Prämien gehen zurück auf ein Versprechen, das der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) in seiner Regierungserklärung am 26. März abgegeben hatte.