Ingolstadt – Am gestrigen Nachmittag fiel eine 79-jährige Witwe aus Ingolstadt einem Betrug zum Opfer, bei dem ihre gesamten Schmuckstücke im Wert von 20.000 Euro erbeutet wurden. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen aufgenommen.
Schockanruf zwingt Rentnerin zur Schmuckübergabe
Um 15:00 Uhr erhielt die Rentnerin einen Anruf von einer vermeintlichen Rechtsanwältin. Diese behauptete, die Tochter der Frau habe nach einem Rotlichtverstoß einen schweren Unfall verursacht. Um ihre Tochter zu entlasten, solle die Mutter eine Kaution von 50.000 Euro hinterlegen. Unter Druck veranlasst, übergab die Rentnerin schließlich gegen 16:00 Uhr ihren Schmuck einem Boten in der Nähe der Asamstraße. Der Schmuck war in einer Plastiktüte verpackt.
Zeugenaufruf: Wer hat den Abholer gesehen?
Der Abholer wird als etwa 30-jähriger Mann beschrieben, ca. 180 cm groß, mit dunklen Haaren und südländischem Erscheinungsbild. Er trug weder Bart noch Brille und sprach kein Deutsch. Nach der Übergabe verschwand er zu Fuß in unbekannte Richtung aus dem Augustinviertel.
Prävention: Tipps der Polizei gegen Schockanrufe
- Legen Sie auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer der Anrufer ist und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an. Bei Unsicherheit nutzen Sie die Nummer 110, aber nicht die Rückruftaste.
- Kontaktieren Sie den Betroffenen über die Ihnen bekannte Nummer.
- Sprechen Sie nie über persönliche und finanzielle Verhältnisse am Telefon.
- Übergeben Sie kein Geld an unbekannte Personen.
- Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie die Polizei über die 110.
- Die Polizei fordert nie Bargeld oder Wertgegenstände für Ermittlungen.
- Informieren Sie Ihre Angehörigen über diese Betrugsmasche.


