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Bezirk Schwaben unterstützt Hochwasser-Opfer mit Millionenhilfe

Nach den verheerenden Hochwasserschäden in diesem Jahr leistet der Bezirk Schwaben schnelle Hilfe: Über zwei Millionen Euro aus dem Maximilian-Hilfsfonds wurden für die betroffenen Gemeinden und Vereine bereitgestellt. Bezirkstagspräsident Martin Sailer übergab den symbolischen Scheck am 19. Dezember in Günzburg an Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, der ihn stellvertretend für alle geschädigten Kommunen entgegennahm.

Der Bezirk Schwaben stellt 2.011.300 Euro aus den Rücklagen des Maximilian-Hilfsfonds bereit, um die schwer getroffenen Gemeinden und Vereine finanziell zu unterstützen. „Ich sehe den Bezirk Schwaben in der Pflicht, den Menschen vor Ort nach Kräften zu helfen und hierfür einen Teil des Maximilian-Hilfsfonds bereitzustellen“, betonte Bezirkstagspräsident Martin Sailer bei der Übergabe des Schecks in Günzburg.

Oberbürgermeister Jauernig zeigte sich tief dankbar: „Diese schnelle und großzügige finanzielle Unterstützung hilft Günzburg und allen anderen betroffenen Kommunen in Schwaben, um einige Schäden nach dem Jahrtausend-Hochwasser zu beheben. Dieser Scheck zeigt auch, wie wichtig Solidarität und Gemeinschaft sind, und dass wir uns als kommunale Familie immer auf den Bezirk Schwaben mit Bezirkstagspräsident Martin Sailer verlassen können.“

Jahrtausend-Hochwasser

Ende Mai und Anfang Juni 2024 richteten Starkregen und Hochwasser in Schwaben Schäden in Milliardenhöhe an. Besonders betroffen waren Städte und Gemeinden in den Landkreisen Aichach-Friedberg, Augsburg, Dillingen, Donau-Ries, Günzburg und Unterallgäu. Auch viele Vereine meldeten hohe Verluste.

In der 7. Sitzung des Bezirksausschusses am 22. Oktober 2024 beschloss der Bezirkstag einstimmig, Mittel aus dem Maximilian-Hilfsfonds bereitzustellen, um den Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen.

Der Maximilian-Hilfsfonds: Eine lange Tradition

Der Maximilian-Hilfsfonds wurde 1855 von König Max II. von Bayern ins Leben gerufen. Er diente der Katastrophenhilfe bei Schäden durch Brand, Hagel, Überschwemmungen oder anderen Notlagen. Die Grundlage des Fonds bildeten damals 20.000 Gulden.

Heute wird der Fonds durch die Mieteinnahmen der denkmalgeschützten „Krausvilla“ in Augsburg sowie durch Dividendenausschüttungen eines Aktienpakets finanziert. Dank dieser kontinuierlichen Einnahmen konnte der Bezirk Schwaben erneut eine substanzielle Unterstützung leisten.

 

Presse Augsburg
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