Zu ungewohnter Heimspielzeit am Sonntagnachmittag (Sprungball 16 Uhr, Sporthalle Stadtbergen) empfängt die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga den Tabellenführer EPG Baskets Koblenz. Im Vorspiel trifft die JBBL-Mannschaft der baramundi basketball akademie Augsburg um 13 Uhr auf die PS Karlsruhe Lions.

Die Gäste aus Rheinland-Pfalz sind das Kaliber der Liga schlechthin. Acht Spiele, acht Siege, und da war dann auch nie ein knappes Ergebnis dabei. Dementsprechend ambitioniert sind die Ziele der Baskets, in der Endausbaustufe ist die BBL klar definiert. Bereits im letzten Jahr zählte man zu den Titelfavoriten, schied aber dann überraschend in den Play-Off Spielen aus. Damit sich das nicht wiederholt, wurde der Kader vor der Saison nochmals deutlich verstärkt. Auf der Trainerbank sitzt mit dem Amerikaner Pat Elzie nun ein Coach, der solche Aufstiegsprojekte schon mehrfach erfolgreich gemanagt hat. Elzie kommt bereits das zweite Mal nach Stadtbergen. Im Play-Off Finale der PRO B 2011 war er schon einmal mit Rasta Vechta vor Ort, damals aber noch in der altehrwürdigen Osterfeldhalle. Mit Brian Butler gibt es aber auch noch einen echten Rückkehrer. Der 31-jährige begann seinerzeit bei den Kangaroos seine Karriere und spielt nach diversen Stationen in verschiedenen Basketballhochburgen nun bereits seit 2020 in der Stadt, an der Rhein und Mosel zusammenfließen. Butler, dessen Vater Ralph einst Gründungsmitglied der Basketballer der TSG Stadtbergen war, hält noch gute Kontakte in die Heimat, gerade auch zu seinem Ex-Jugendcoach Stefan Goschenhofer, heute sportlicher Leiter der BG. Entsprechend schätzt Leitershofens Coach Emanuel Richter die EPG Baskets ein: „Dies wird das leichteste Spiel der Saison werden. Wir haben keinen Druck und können befreit aufspielen, werden wahrscheinlich auch einige neue Erfahrungen sammeln. Koblenz ist der Meisterschaftsfavorit. Sie haben mindestens acht Spieler, die problemlos in der ersten Bundesliga spielen könnten, und sie sind in der Liga noch ungeschlagen. Wir werden unsere Felle aber maximal teuer verkaufen und werden alles versuchen, den Gegner ein wenig zu ärgern. Und natürlich hoffen wir, dass unsere Fans auch am Sonntag wieder zahlreich erscheinen werden und uns unterstützen“, so Richter.

 

Einzelne Akteure der Rheinländer herauszuheben, fällt schwer. Wenn überhaupt gilt es den amerikanischen Aufbauspieler Alani Moore zu erwähnen, den sein Coach Elzie Pressemeldungen zu Folge für den besten Spieler der Liga hält. Das wäre dann aber fast schon ungerecht gegenüber Leon Friederici. Der 27-jährige Dreipunktespezialist kam erst vor drei Wochen vom Bundesligisten USC Heidelberg nach Koblenz und überzeugte bereits mit 22 Punkten im Durchschnitt. Mit Moses Pölking (206cm) und Leo Saffer (212cm) hat man ebenso Power unter den Körben wie auch mit Ex-BBL Spieler Dominique Johnson (30) Routine auf dem Feld. Dazu punkten auch Guard Marvin Heckel und Forward Moritz Hübner, der in seiner Kindheit einst übrigens beim TV Augsburg erste Basketballschritte absolvierte, konstant zweistellig. Mit Lucas Mayer spielt aber auch wechselseitig ein Akteur bei den Kangaroos, der in der abgelaufenen Saison in Koblenz aktiv war und der dann auch auf einige altbekannte Gesichter treffen wird.

 

Bei den Kangaroos werden Max Uhlich und Mario Hack-Vazquez nach Krankheit wieder aufs Feld zurückkehren, wenn auch mit Trainingsrückstand. Dafür kämpfen einige andere Akteure nun ebenfalls wie so viele Menschen in diesen Tagen mit Grippesymptomen. Nino Tomic und Marco Hack-Vazquez fallen auf jeden Fall weiterhin verletzt aus. Karten für das Spiel sind im Ticketshop auf der Kangaroos Webseite erhältlich oder an der Tageskasse. Einlass in die Halle ist kurz vor 15 Uhr. Im letzten Heimspiel vor Weihnachten planen die Kangaroos noch eine besondere Aktion: Für jeden Zuschauer, der in roter Kleidung zum Spiel erscheint, spendet man einen Euro an die Stiftung Bunter Kreis. Die BG wird die so erzielte Summe dann am Ende nochmals verdoppeln. Der Bunte Kreis ist mit dem Therapiezentrum Ziegelhof ebenfalls in Stadtbergen ansässig.