Die BG Leitershofen/Stadtbergen hat einen wichtigen Auswärtssieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga PRO-B gefeiert. In einem hochspannenden Spitzenspiel gegen die SV Fellbach Flashers setzten sich die Kangaroos nach Verlängerung mit 80:78 (67:67, 39:34) durch. Mit diesem Erfolg haben sie sich eine sehr gute Ausgangsposition für die am Osterwochenende beginnenden Playoffs erarbeitet.
Intensiver Beginn mit harter Gangart
Von Beginn an entwickelte sich ein intensives und körperbetontes Spiel, das von einer echten Playoff-Atmosphäre geprägt war. In der mit 620 Zuschauern ausverkauften Gäuäckerhalle – darunter auch 30 lautstarke Fans aus Stadtbergen – kämpften beide Teams mit vollem Einsatz.
Schon früh gab es einige harte Szenen: Chris Hinckson wurde beim Zug zum Korb rüde gestoppt, Asa Williams musste nach einem Offensivfoul am Boden behandelt werden, konnte aber weiterspielen. Auch Basti März wurde bei einem Korbleger in die Werbebande befördert. Doch Leitershofen hielten dagegen und lieferte sich mit den Fellbachern einen harten, aber nun fairen Kampf.
BGL setzt sich ab, Fellbach kämpft sich zurück
Nach einem knappen ersten Viertel (22:21) übernahm die BG Leitershofen im zweiten und dritten Abschnitt die Kontrolle. Durch eine starke Defensive gelang es, das gefährliche Fellbacher Duo Brian Butler und Daniel Mayr (2,18m) weitgehend aus dem Spiel zu nehmen. Gleichzeitig zeigten die Gäste in der Offensive attraktiven Basketball und erspielten sich einen Zwölf-Punkte-Vorsprung (59:47, 31. Minute).
Doch die Flashers bewiesen ihre Qualität. Angetrieben von Nik Schlipf, der insgesamt sechs Dreier versenkte, und einer härteren Linie der Schiedsrichter, die mehr Fouls gegen die Kangaroos pfiffen, drehte Fellbach die Partie mit einem 16:1-Lauf. Doch die BG blieb ruhig: Jannik Westermeir glich mit einem Dreier zum 65:65 aus, bevor Ferenc Gille auf 67:65 erhöhte. Doch Zaire Thompson rettete die Hausherren mit zwei verwandelten Freiwürfen in die Verlängerung.
Kangaroos drehen das Spiel in der Crunchtime
Die Flashers hatten in der Overtime zunächst die Oberhand und gingen mit 74:70 in Führung. Doch Augsburger Vorstädter stellte taktisch um und attackierte konsequent den Korb, anstatt auf Distanzwürfe zu setzen. Fellbach setzte weiterhin auf Dreier, doch in der entscheidenden Phase fielen die Würfe nicht mehr.
Die nervenstarken Leitershofer nutzten ihre Chancen an der Freiwurflinie eiskalt. Chris Hinckson, Asa Williams und Elias Marei trafen sieben von acht Versuchen und sorgten so für einen 10:1-Run, der das Spiel endgültig zugunsten der Gäste drehte. Auch ein spektakulärer Buzzerbeater-Dreier von Fellbachs Whitaker konnte den Sieg der Kangaroos nicht mehr verhindern.
Fokus bereits auf die nächsten Aufgaben
Nach diesem hart erkämpften Sieg geht der Blick bereits wieder nach vorne. Am kommenden Samstag müssen die Kangaroos zu den FRAPORT Skyliners Juniors nach Frankfurt, bevor am Sonntag, 6. April, das letzte Hauptrundenspiel gegen Ludwigsburg ansteht. Das erste Playoff-Heimspiel findet dann am Ostersamstag statt.


