Oliver Bierhoff, Präsidiumsmitglied des DFB, hat sein Bedauern über die Art und Weise des Rücktritts von Reinhard Grindel als DFB-Präsident geäußert. „Ich hätte mir das auch anders gewünscht“, sagte Bierhoff der Wochenzeitung „Die Zeit“. Bierhoff schloss eine eigene Übernahme des Amtes an der Spitze des Verbandes aus: „Ich habe aktuell eine wunderbare und spannende Aufgabe, die ich als riesige Herausforderung sehe.“ bierhoff-will-nicht-dfb-praesident-werden Bierhoff will nicht DFB-Präsident werden Sport Überregionale Schlagzeilen 2018 aktuell Bundestrainer DFB eigene Energie Es Fehler Grindel Joachim Löw Jungen london Löw MAN mannschaft Mesut Özil Miteinander Oliver Bierhoff Özil Russland Schloss sicher Spieler Treffen Übernahme Vorrunde Weltmeisterschaft WM WM 2018 | Presse AugsburgFußbälle, über dts Nachrichtenagentur

Offen zeigte er sich aber für eine Umstrukturierung des ehrenamtlichen Postens in den des bezahlten Managers: „Sicher werden verschiedene Vorstellungen und Modelle besprochen.“ Und weiter: „Erst kommen die Inhalte, dann die Personen.“ Bierhoff übte in der „Zeit“ auch erstmals scharfe Selbstkritik im Rückblick auf das Ausscheiden der DFB-Elf in der Vorrunde der Weltmeisterschaft in Russland.

Der Konflikt mit Mesut Özil hätte besser moderiert werden müssen: „Es ist verkehrt gelaufen, und das tut mir sehr leid. Da wurden viele Fehler gemacht – auch von mir.“ Und weiter: „Dass es nie eine persönliche Aussprache gab, das schmerzt noch.“ Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw waren nach London gereist, um mit Özil zu sprechen.

Der entzog sich dem Treffen aber. „Er wollte sich wohl einfach nicht mehr damit befassen.“ Die Nichtnominierung Leroy Sanés für die WM 2018 sei ebenfalls ein Fehler gewesen, so Bierhoff weiter. „Wir wollten vor allem ein Zeichen für die Spieler setzen, für die wir uns entschieden hatten. Das sollte Energie freisetzen, den Zusammenhalt stärken. Vielleicht haben wir unterschätzt, dass dann vor allem über den Spieler gesprochen wurde, der nicht dabei war.“