Bilder und Gedanken | „Eigenartige“ Landschaftsgärtner erhalten die einzigartige Flugplatzheide in Haunstetten

Bilder und Gedanken von Presse Augsburg-Fotograf Wolfgang Czech

Auf der Flugplatzheide in Haunstetten sind zur Zeit eigenartige Landschaftsgärtner am werkeln. Grund für deren ehrgeizigen Einsatz ist die zunehmende Verbuschung der Heidelandschaft. Nicht mit technischem Gerät geht man dem dichten Gehölz an den Kragen – nein – mit dem Appetit einer kleinen Herde von Ziegen versucht das Amt für Grünordnung der Stadt Augsburg denBewuchs der Heide in ein geordnetes Verhältnis zu lenken. Wo Buschwerk sich breit macht, hat die typische Artenvielfalt einer Lechschotterwiese keine Chance.

Deshalb beginnen morgens gefräßige Mäuler sich durchs dichte Strauchwerk zu kämpfen. In warmer Mittagssonne ist eine ausgiebige Siesta genehmigt. Nach ausgiebigem faulem Dösen springen die Tiere wie auf Kommando wieder zu ihren Arbeitsplätzen unter heftigem Gemecker ihrer Jungtiere. Und dann wird wieder gefressen, was die Mäuler hergeben.

Die Landschaftspflege einer der letzten übriggebliebenen Lechschotterwiesen ist wegen der ganz speziellen Flora und Fauna im Biotop Flugplatzheide enorm wichtig. Auf dem klein gewordenen Areal haben sich ganz seltene Arten zurückgezogen wie eine Schrecke, mit ihrem sprenkeligem Grau kaum auszumachen zwischen den Lechkieseln , einem wunderschönen kleinen Schmetterling, dem himmelblauen Bläuling und unter den Blumen der Kreuzenzian und das Ochsenauge. Die Magerwiesen erblühen in bunten Teppichen und überall summen Bienen und brummen Hummeln.

Viel Arbeit noch für die fleißigen Gastarbeiter der Ziegen zur Pflege dieses einzigartigen Biotops Flugplatzheide.