Bilder und Gedanken | Ein einsames Doppeljubiläum für das Augsburger Straßenbahndepot

Bilder und Gedanken von Presse Augsburg-Fotograf Wolfgang Czech

Ein etwas einsames Doppeljubiläum feiert die Stadt Augsburg in Zeiten der Corona-Krise in
diesem Jahr. Nur eine begrenzte Personenanzahl konnte an den Führungen im Depot an der
Baumgartnerstraße zugelassen werden.

Ansonsten durften „Strossaba-Fans“ auf demWeichenvorfeld drei Oldtimer natürlich ohne Festbewirtung besichtigen. Eine Ampel regelte den Zugang der Besucher.

Zu Beginn der Eisenbahnära wurden Städte mit Bahnstrecken verbunden, an deren Ende ein Sackbahnhof entstand. Dieses System erwies sich bald als unpraktisch, weil man nicht nur möglichst nah in Stadtzentren gelangen, sondern auch weiter in andere Städte und Länder reisen wollte. Durchgangsbahnhöfe erwiesen sich deshalb als praktikabler. So war die erste Bahnhofshalle Augsburgs an der Baumgartnerstraße nur sechs Jahre in Betrieb, bevor sie vom heutigen Hauptbahnhof abgelöst wurde. Das nun leergewordene Gebäude benutzte fortan die Bayerische Kavallerie als Reithalle.

Nach dem ersten Weltkrieg erwarb Augsburg die wiederum frei gewordene Halle und integrierte sie in ein zentrales Straßenbahndepot mit Werkstätten. Andere Depots waren zu kein geworden. Mittlerweile platzt auch „Baumgartnerstraße“ aus allen Nähten. Ein weiterer Standort wird mit dem Bau neuer Linien fällig.