Bischof Zdarsa besuchte den „Tornado-Ort“ Gebenhofen

Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat heute Abend zusammen mit Generalvikar Harald Heinrich Affing und dessen Ortsteil Gebenhofen besucht. „Ich wäre gerne zu einer anderen Gelegenheit zu Ihnen gekommen“, richtete sich der Bischof zu Beginn einer Andacht an die Gläubigen, die er zusammen mit dem Generalvikar und mit Ortspfarrer Maximilian Bauer in der vollbesetzten Gebenhofener Pfarrkirche feierte. 

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Bischof Konrad Zdarsa machte sich in Begleitung von Generalvikar Harald Heinrich und Affings Pfarrer Max Bauer (re.) ein Bild der Zustände in Gebenhofen. | Foto: Pressestelle Bistum Augsburg – K.G. Michel

Der halbstündige Gottesdienst war von großer Zuversicht geprägt. „Danken wir Gott, dass er uns vor dem Schlimmsten bewahrt hat“, so Bischof Konrad. „Mögen wir trotz allem die Zuversicht gewinnen, um den schweren Problemen begegnen zu können.“ Er sei gekommen, um Nähe zu zeigen. Jesus Christus habe gesagt:„Das Reich Gottes ist nahe.“ Dies könne man auch so verstehen:Das Reich Gottes ist Nähe. „Um das zu erfahren, bin ich gerne hierher gekommen.“ Generalvikar Harald Heinrich – er war bis zum Sommer vergangenen Jahres selbst Pfarrer in Affing – sagte am Rande des Gottesdienstes Ortspfarrer Bauer als erste Soforthilfe des Bistums Augsburg 10.000 Euro zu. Dies sei als Notfallhilfe gedacht, damit den Betroffenen schnell und unbürokratisch geholfen werden könne.

Bei einem anschließenden Rundgang zeigte sich Bischof Konrad sichtlich bewegt vom Ausmaß der Zerstörungen. Er nahm sich lange Zeit für das Gespräch und die Begegnung mit den Betroffenen. Dabei waren auch biblische Vergleiche zu hören: „Als ich nachts durch den Ort gegangen bin, dachte ich: Das ist die Apokalypse“, sagte ein Affinger Bürger. Mehr jedoch war immer wieder von einem anderen Begriff aus der Bibel die Rede. „Es ist wirklich ein Wunder, dass hier niemand gestorben ist und es nur sieben leicht Verletzte gab“, so Pfarrer Bauer. Es sei für ihn erschütternd, was die Leute durchmachten und wie stark manche trotz allem seien. „Jetzt bin ich einfach unterwegs im Ort, um bei den Menschen zu sein. Das ist das einzige, was ich tun kann.“

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Die Hilfe, auch durch die Feuerwehren, ist groß,