Bitkom-Präsident knüpft hohe Erwartungen an künftigen CDU-Chef

Der Präsident des IT-Verbands Bitkom, Achim Berg, knüpft hohe Erwartungen an den künftigen CDU-Chef. „Der künftige CDU-Vorsitzende sollte fünf Themen in den Mittelpunkt stellen: Wirtschaft, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Bildung und sozialer Zusammenhalt“, sagte Berg dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Es brauche eine Führungspersönlichkeit, die verstehe, „welche Bedeutung die digitale Transformation gleichermaßen für die deutsche Wettbewerbsfähigkeit wie für die Zusammenführung von wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen haben kann – und diese Aufgabe engagiert und mit hoher Priorität angeht“, so der Bitkom-Präsident weiter.

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Dabei müsse das Thema Bildung „einen deutlich höheren Stellenwert als bislang einnehmen, um Problemen wie zunehmendem Fachkräftemangel, hohen Schulabbrecherquoten und Unterrichtsausfall entschieden zu begegnen“. Gesellschaftspolitisch komme auf den neuen CDU-Vorsitzenden die Aufgabe zu, zu einigen und zu integrieren, wo aktuell Spaltung herrsche. „Die CDU muss sich deutlich von extremistischen Tendenzen abgrenzen und für eine offene Gesellschaft und gleichermaßen nachhaltige wie soziale Marktwirtschaft eintreten“, sagte Berg.

Der Präsident des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW), Matthias Wahl, erwartet von dem künftigen CDU-Vorsitzenden eine stärkere Fokussierung auf Digitalisierungsthemen. Insbesondere in den Digitalisierungsbereichen habe Deutschland „massiven Nachholbedarf“, sagte Wahl dem „Handelsblatt“. Nachdem die Bundesregierung dem Breitbandausbau „nie den nötigen Stellenwert eingeräumt“ habe, habe Deutschland den Anschluss an die europäische Spitze aus den Augen verloren. Das Problem seien nicht etwa fehlende finanzielle Mittel, sondern eine falsch politische Priorisierung.

„Wir gehen fest davon aus, dass der Ernst der Lage allen potenziellen Vorsitzenden absolut präsent sein dürfte und sind vorsichtig optimistisch, dass wir bei diesem für unser Land so wichtigen Thema vor einem Kurswechsel stehen“, so der BVDW-Präsident weiter.