Nach der dreimonatigen Testphase auf der Buslinie 32 gilt ab dem 1. August auf allen Buslinien der Stadtwerke Augsburg (swa) der Vordereinstieg. In den meisten deutschen und europäischen Städten ist es selbstverständlich, vorn beim Busfahrer einzusteigen. Aus guten Gründen. Vor allem wird dadurch das absichtliche oder versehentliche Schwarzfahren verringert. So ist im ersten Monat der Testphase auf der Linie 32 der Barverkauf von Fahrkarten im Fahrzeug um rund 20 Prozent gestiegen.

swa_2015_06_30_Vordereinstieg_bei_Bussen "Bitte vorne einsteigen!" - Ab 01.08. gilt bei allen Buslinien der Stadtwerke Augsburg der Vordereinstieg News Wirtschaft Bus Stadtwerke Augsburg swa Vordereinstieg | Presse Augsburg
Symbolbild

Erfahrungen in anderen Städten haben gezeigt, dass die Schwarzfahrerquote mit dem ganztägigen Voreinstieg um etwa zehn Prozent gesenkt wird, das entspricht rund 200.000 Euro im Jahr, die den Stadtwerken ansonsten durch Schwarzfahren an Einnahmen entgehen. „Wer sich den Fahrschein spart, fährt auf Kosten aller anderen Fahrgäste“, so swa Geschäftsführer Dr. Walter Casazza.

Das sehen auch die meisten Fahrgäste so. „Eine Umfrage unter den Fahrgästen der Linie 32 hat gezeigt, dass viele Menschen Verständnis für die Maßnahme haben und das Verringern der Schwarzfahrerquote befürworten,“ so Casazza. 75 Prozent der Befragten sehen den Vordereinstieg positiv oder neutral. Außerdem werde das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste erhöht.

Eine Voraussetzung zur Einführung des Vordereinstiegs ist, dass die Pünktlichkeit nicht darunter leidet. Auch hier sind die Testergebnisse auf der Linie 32 positiv. „Die Auswertung des Fahrprofils zeigt keine Veränderungen in der Pünktlichkeit im Vergleich zu vor der Testphase“, so Casazza. Auch die durchschnittlichen Aufenthaltszeiten an Haltestellen haben sich nicht geändert und lagen beim 32er auch während der Testphase im Durchschnitt aller Buslinien.