Kein versöhnlicher Jahresabschluss für die Drittliga-Handballfrauen des TSV Haunstetten: im letzten Spiel der Hinrunde mussten sich die Rot-Weißen zu Hause mit 28:31 (15:17) dem TV Möglingen geschlagen geben und überwintern im Tabellenkeller.

TSVH-SVUhalle-025-duschner Bittere Niederlage zum Jahresabschluss | TSV Haunstetten verliert zuhause gegen Möglingen Augsburg Stadt Handball News News Sport TSV Haunstetten Handball TV Möglingen | Presse Augsburg
Sabrina Duschner | Archivfoto: Thomas Hiermayer

Die stark ersatzgeschwächten Gäste zeigten in der Albert-Loderer-Halle eine bemerkenswerte Moral, zumal sie zu allem Übel auch noch auf ihre Spitzenspielerin Denise Geier (Fingerbruch) verzichten mussten. Der TSV fand von Beginn an nicht richtig in die Partie, hauptsächlich weil die sonst so zuverlässige Defensive am Ende des Tages keinerlei Stabilität aufweisen wollte. Möglingens geniale Spielmacherin Lena Vogt fand immer wieder die Lücke zu Anspielen an Kreisläuferin Annika Wagner (11 Tore) und sorgte dafür, dass der TV ständig die Nase vorn hatte. Haunstetten kam erst nach dem 3:8 (8.Minute) in die Gänge und hatte beim 8:10 (13.) in Überzahl erstmalig die Gelegenheit zum Anschluss. Nachdem allerdings alle drei Möglichkeiten viel zu fahrig abgeschlossen wurden und Möglingen seinerseits sogar das 11:8 erzielte, wurde es in Folge wieder schwer wenigstens bis zur Pause dran zu bleiben. In den ersten Minuten nach Seitenwechsel deutete sich zunächst die Wende zu Gunsten der Einheimischen an, die nach Ausgleichen zum 17:17 und 20:20 jetzt alle Chancen besaßen. Allerdings machte sowohl die mäßige Trefferquote als auch die jetzt wieder löchriger werdende Defensive den Rot-Weißen einen Strich durch die Rechnung. Möglingen spulte sein Offensivprogramm konsequent herunter und hielt den TSV bis Ende souverän in Schach. Co-Trainer Max Högl war im Anschluss ziemlich bedient: „Wir haben vier verschiedene Deckungsvarianten probiert und keine einzige hat gezogen. Bei fünfzehn vergeigten völlig freien Würfen, brauchst Du dir auch nicht mehr viel ausrechnen. Wenn zudem neben Patricia Horner nur Neuzugang Lena Keßler und A-Jugend-Spielerin Chiara Joerrs ihre Normalform bringen, ist es für uns in dieser Klasse schwer bis unmöglich.“ Die Hoffnung setzt Haunstetten jetzt auf eine bessere Rückrunde mit dem Start nach der WM-Pause am 20.Januar gegen die HSG Würm-Mitte, und ab diesem Spiel geht es endgültig ums Überleben.