BKA analysiert linksextremistische Gewalt bei Großveranstaltungen

Die Polizei hat zunehmend Mühe, linksextremistisch motivierte Gewalttaten bei Großveranstaltungen zu verhindern. Das ergab eine vertrauliche Analyse des Bundeskriminalamts (BKA), über die der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe berichtet. In dem Bericht hätten Ermittler unter anderem das Vorgehen der „Störer“ während des G20-Gipfels in Hamburg 2017 auswertet.

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Den Behörden mache demnach vor allem zu schaffen, dass die Szene gut vernetzt sei, international mobilisieren könne und flexibel handele, heißt es in dem BKA-Bericht. Als Beispiel nenne das BKA etwa die „Fünf-Finger-Taktik“. Dabei entfernen sich mehrere Gruppen, sogenannte „Finger“, zunächst friedlich vom Demonstrationszug und binden Polizeikräfte. In mindestens einem dieser „Finger“ seien Militante unterwegs, die sich mitunter aus Depots mit „Tatmitteln“ wie Steinen oder Böllern „munitionierten“, heißt es in der BKA-Analyse weiter. Die Szene habe auch gelernt, ihre Spuren besser zu verwischen. Während Täter in der Vergangenheit Kleidung einfach wegwarfen, hätten sie diese beim G20-Gipfel häufig verbrannt. Das BKA empfehle den Kollegen bei Großveranstaltungen vor allem eine „ausreichende Personalkapazität“, heißt es in der Analyse, über die der „Spiegel“ berichtet.