BKA fürchtet Betrug mit staatlichen Wirtschaftshilfen

Der Betrug mit staatlichen Corona-Soforthilfen in Nordrhein-Westfalen droht nach einer Analyse des Bundeskriminalamts (BKA) sich bundesweit zu wiederholen. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben) unter Berufung auf ein internes BKA-Papier, das auf den 3. April datiert ist und die Auswirkungen von Covid-19 auf die Kriminalitätslage in Deutschland analysiert. Dort warnt das BKA, man müsse davon ausgehen, dass es „durch die große Anzahl finanzieller Unterstützungsleistungen des Bundes und der Länder zu einem Anstieg von Betrugshandlungen kommen wird“, zum Beispiel zu Täuschungshandlungen, bei denen Sozialleistungen, Unterstützungsgelder und Kredite rechtswidrig erlangt würden.

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„Insbesondere ist anzunehmen, dass die genehmigenden Stellen Schwierigkeiten haben werden, die Vielzahl der Anträge so zu prüfen, dass betrügerische Anhaltspunkte erkannt werden“, zitieren die Zeitungen aus der Analyse. Nordrhein-Westfalen hatte am Donnerstag wegen Betrugsverdachts vorübergehend die Soforthilfe-Auszahlungen für Selbstständige und Unternehmen in der Coronakrise gestoppt. Dabei sollen über gefälschte Websites Daten für betrügerische Anträge abgegriffen worden sein. Von dem Auszahlungs-Stopp seien mehrere Tausend Antragsteller betroffen.