BKA: Zahl rechtsextremistischer Gefährder erneut gestiegen

Die Zahl der Rechtsextremisten, die vom Bundeskriminalamt (BKA) als Gefährder eingestuft werden, ist erneut gestiegen. Sie liege aktuell bei „rund 70“, sagte eine BKA-Sprecherin am Freitag dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). Zuletzt hatte sie noch bei 65 gelegen.

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Die Zahl der islamistischen Gefährder bezifferte die Sprecherin mit 620, im Januar 2018 hatte sie offiziell 730 betragen. BKA-Präsident Holger Münch hatte Mitte September in einem RND-Interview erklärt, man müsse sich angesichts der rechtsterroristischen Anschläge von Kassel, Halle und Hanau „bei dem uns bekannten Personenpotenzial weiterhin sehr genau anschauen, wer die Schwelle zur relevanten Person oder zum Gefährder erreicht“. Dem gehe man im Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum (GETZ) in Köln nach – mit der Folge, dass sich die Zahl der rechtsextremistischen Gefährder in den letzten eineinhalb Jahren mehr als verdoppelt habe. Sie werde im Zuge „der aufwändigen Ermittlungsverfahren, die wir unter anderem im BKA führen und verstärkt führen werden, voraussichtlich weiter steigen“, fügte Münch hinzu. Dabei entwickle seine Behörde das für den Bereich des islamistischen Terrorismus und Extremismus entwickelte Analysesystem „Radar“ so weiter, dass es auch im rechten Spektrum erfolgreich eingesetzt werden könne.