Aktuell sind 36 Blauzungenausbrüche in Deutschland bestätigt. Auch ein Betrieb im Landkreis Calw ist betroffen. Nun wurde deshalb auch der Landkreis Günzburg zum Sperrgebiet erklärt.

Symbolbild

 

In einem Betrieb in Bad Herrenalb (Landkreis Calw) ist der Ausbruch der Blauzungenkrankheit festgestellt worden. Das Tierseuchenrecht sieht vor, dass um betroffene Betriebe eine Restriktionszone von 150 Kilometern eingerichtet wird. Das Landratsamt Günzburg erklärt deshalb das gesamte Gebiet des Landkreises Günzburg ab dem 6. Februar 2019 zum Sperrgebiet. Auch Teile des Donau-Ries (Amerdingen,Forheim,Hohenaltheim,Ederheim,Nördlingen,Reimlingen,Wallerstein,Maihingen,Marktoffingen,Fremdingen) und des Landkreises Dillingen/Donau (Gundelfingen a.d. Donau,Aislingen,Lauingen (Donau),Dillingen a.d. Donau,Finningen,Mödingen,Wittislingen,Ziertheim,
Haunsheim,Bachhagel,Syrgenstein,Zöschingen,Medlingen,Bächingen a.d. Brenz) sind betroffen.

Aktuell sind 36 Blauzungenausbrüche in Deutschland bestätigt. Betroffene Bundesländer mit einem eigenen Ausbruchsgeschehen sind Baden-Württemberg, in welchem bislang die meisten Fälle festgestellt wurden, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Krankheit für Menschen ungefährlich

Für Tierhalter bedeutet dies: Wer Wiederkäuer hält, muss deren Haltung und Standort unverzüglich beim Veterinäramt anzeigen. Die Tiere dürfen außerdem das Sperrgebiet nur unter strikter Beachtung von Auflagen verlassen. Der freie Tierverkehr mit Wiederkäuern ist eingeschränkt.

Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung, die ausschließlich Wiederkäuer und Neuweltkameliden (Lamas, Alpakas, Vicunas und Guanacos) befällt. Überträger sind Mücken. Die Krankheitssymptome befallener Tiere ähneln denen der Maul- und Klauenseuche. Eine vorbeugende Impfung ist gegen bestimmte Typen des Erregers möglich. Für Menschen ist die Krankheit aber nicht gefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können daher ohne Bedenken verzehrt werden.