„Bomber der Nation“ Gerd Müller gestorben

Die deutsche Fußball-Legende Gerd Müller ist tot. Der Rekordtorschütze der Bundesliga sei am frühen Sonntagmorgen im Alter von 75 Jahren gestorben, teilte der FC Bayern München mit. „Gerd Müller war der größte Stürmer, den es je gegeben hat – und ein feiner Mensch, eine Persönlichkeit des Weltfußballs“, sagte FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer.

„Der FC Bayern wäre ohne Gerd Müller heute nicht der Klub, wie wir ihn alle lieben.“ Vorstandschef Oliver Kahn fügte hinzu, dass Müller „eine der größten Legenden in der Geschichte des FC Bayern“ sei. „Seine Leistungen sind bis heute unerreicht und werden auf ewig Teil der großen Geschichte des FC Bayern und des gesamten deutschen Fußballs sein.“

Müller stehe als Spieler und als Mensch „wie kaum ein anderer“ für den FC Bayern und seine Entwicklung zu einem der größten Vereine weltweit, so Kahn. Müller wurde aufgrund seiner zahlreichen erzielten Tore als „Bomber der Nation“ bekannt. Für den FC Bayern erzielte in 607 Pflichtspielen 566 Treffer. In der Bundesliga kam er auf 365 Tore in 427 Partien.

Für die DFB-Auswahl traf er in 62 Einsätzen 68 Mal. Als Spieler des FC Bayern gewann Müller zwischen 1964 und 1979 vier deutsche Meisterschaften, viermal den DFB-Pokal, dreimal den Europapokal der Landesmeister, einmal den Europapokal der Pokalsieger sowie einmal den Weltpokal. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er 1972 Europa- und 1974 Weltmeister. Nach seinem Karriereende war er unter anderem im Trainerstab der zweiten Mannschaft des deutschen Rekordmeisters tätig.