Bonusmeilen durch Dienstreisen – Wer darf sie benützen?

Zu vielen Berufsbildern gehört heutzutage auch die Bereitschaft des Arbeitnehmers, Dienstreisen auf sich zu nehmen. Bei Reisen mit Bahn oder Flugzeug gibt es oftmals Kundenbindungsprogramme, so dass man „Bonuspunkte“ bzw. „Bonusmeilen“ sammelt. Ab einer gewissen Anzahl an Bonuspunkten/-meilen gibt es dann beispielsweise einen Flug oder eine Bahnfahrt gratis. Nun stellt sich die Frage, wem diese Gratis-Fahrt zusteht, dem Arbeitnehmer oder dem Arbeitgeber?

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Symbolbild

„Grundsätzlich stehen auf Dienstreisen gesammelte Bonusmeilen dem Arbeitgeber zu“, so Kurt Geyer, Steuerexperte der IHK Schwaben, „schließlich trägt der Arbeitgeber im Regelfall auch die Fahrtkosten“. Sollte der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer jedoch deren private Nutzung gewähren, dann sieht es anders aus, jedoch entsteht dem Arbeitnehmer dadurch ein sog. „geldwerter Vorteil“, der grundsätzlich versteuert werden muss.

„Für den Arbeitnehmer ist dieser geldwerte Vorteil dann nicht selbst zu versteuern, wenn ein anderer die Steuer bezahlt“, so Geyer weiter. Dies ist dann der Fall, wenn beispielsweise die Bahn oder die Fluglinie diesen Bonus pauschal mit 2,25% versteuert. Alternativ kann auch der Arbeitgeber die gesammelten Bonusmeilen als steuerfreien Sachbezug verbuchen. Die Steuerfreiheit wird einem jedoch nur dann gewährt, sofern der Wert der Bonusmeilen einen Betrag von 44 Euro im Monat nicht übersteigt.