Bootsunfall bei Riederau auf dem Ammersee – Polizei ermittelt wegen Gefährung des Schiffsverkehrs

Heute gegen 01.30 Uhr sahen Zeugen ein Motorboot am Riederauer Dampfersteg vorbeifahren. Anschließend hörten sie einen Knall wie bei einem Zusammenstoß und Hilfeschreie vom Ammersee. Dies fanden sie sehr verwunderlich und riefen daher die Polizei. Kurze Zeit später ging die Nachricht ein, dass ein junger Mann beim Riederauer Segelclub aus dem Wasser gekommen sei.  

Symbolbild

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mittlerweile vor Ort und versuchten zu klären, was denn passiert sei. Der offensichtlich alkoholisierte und unterkühlt wirkende 21-Jährige machte widersprüchliche Angaben. Vorsorglich wurde er vom BRK in ein benachbartes Krankenhaus gebracht.

Tatsache war, dass sein Boot gekentert und gesunken war. Es wurden umfangreiche Suchmaßnahmen mit Feuerwehr, Wasserwacht einschließlich der Unterstützung eines Polizeihubschraubers eingeleitet, nachdem die Gefahr bestand, dass noch weitere Personen im Wasser sein könnten. Rund 100 Einsatzkräfte waren an der Absuche beteiligt, die ergebnislos verlief.

Nach derzeitigem Stand der polizeilichen Ermittlungen geht die Polizeiinspektion Dießen davon aus, dass der 21-Jährige zum Unfallzeitpunkt alleine auf dem Boot war. Der 21-Jährige war in der Nacht mit zwei Freunden auf dem elterlichen Boot unterwegs. Dabei dürfte auch Alkohol getrunken worden sein. Nachdem er die beiden Mitfahrer abgesetzt hatte, kam es auf dem Weg zur Boje zum Unfall mit einem weiteren Segelboot. Die Polizei ermittelt nun wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs.

Gegen 07:00 Uhr gelang es den Einsatzkräften der an den Such- und Bergungsmaßnahmen beteiligten Wasserwachten das havariere Motorsegelboot zu bergen. Der Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Die Polizei fand Spuren, die auf einen Zusammenstoß mit einem weiteren Boot hindeuteten. Der Fremdschaden beträgt rund 5000 Euro.