Brand eines Wohnmobils führt zu mehrstündiger Sperrung der A 8

Am Donnerstag, den 12.08.2021, befand sich ein 67jähriger belgischer Rentner mit seiner 65jährigen Gattin und den beiden Enkelkindern, ein 16jähriger Junge und ein 18jähriges Mädchen, auf dem Weg in den Urlaub nach Österreich. Zu diesem Zweck hatten die Großeltern eigens ein älteres Wohnmobil der Marke Fiat, Typ Louis, erworben.

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Symbol-Bild von Jenkyll auf Pixabay

Als die Familie im Rahmen dieser Reise gegen 17.25 Uhr die BAB A 8 auf der mittleren Fahrspur in Fahrtrichtung München befuhr, platzte kurz nach der Anschlussstelle Odelzhausen der hintere linke Reifen des Wohnmobils, wodurch der 67jährige Rentner die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Aufgrund der Dynamik des Geschehens kippte es auf die rechte Seite, auf welcher es zwischen der rechten Fahrspur und dem Standstreifen liegen blieb.

Ein 46jähriger Zeuge aus dem Landkreis Starnberg reagierte geistesgegenwärtig und holte die Insassen, welche sich schon selbst von den Sicherheitsgurten befreit hatten, gemeinsam mit weiteren Helfern aus dem Wohnmobil. Kurze Zeit später zeigte sich, dass das schnelle Eingreifen der Ersthelfer vollkommen richtig und geboten war, da das Fahrzeug aufgrund auslaufenden Kraftstoffes umgehend in Vollbrand geriet.

Aufgrund des Fahrzeugbrands und der folgenden Bergungsarbeiten befanden sich die freiwilligen Feuerwehren aus den Ortschaften Adelzhausen, Dasing, Wiedenzhausen, Odelzhausen, Sulzemoos, Pfaffenhofen a. d. Glonn, Eisenhofen, Feldgeding, Schwabhausen und Altomünster in der Folge in einem mehrstündigen Einsatz. Flankiert wurde der Einsatz der Wehren durch zwei RTW-Besatzungen und einen Notarzt, sowie den Leiter Rettungsdienst und die Kreisbrandinspektion.

Zur Durchführung der Rettungs- und Bergungsarbeiten war zunächst eine Vollsperrung der A8 in Fahrtrichtung München erforderlich, welche bis 18.45 Uhr andauerte und einen Rückstau bis zur Anschlussstelle Adelzhausen verursachte. In der Folge wurde der Verkehr bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten auf der linken Fahrspur an der Unfallstelle vorbei geleitet. Erst  gegen 20.45 Uhr konnten wieder alle Fahrspuren frei gegeben werden.

An dem Wohnmobil, welches vollkommen ausbrannte, entstand Totalschaden. Die durch den Brand verursachten Schäden an der Teerdecke dürfte bei ca. 10.000 Euro liegen.

Glück im Unglück hatte die belgische Familie, was insbesondere dem reibungslosen Funktionieren der Rettungskette – angefangen bei den Ersthelfern bis zu den Profis der Rettungsdienste – zu verdanken war. Sie verbrachte die Nacht auf Freitag den 13ten zwar nicht im sonnigen Österreich, sondern im Klinikum Fürstenfeldbruck, allerdings lediglich aufgrund leichter Rauchintoxikationen, sowie Prellungen und Schürfwunden.

Die VPI Fürstenfeldbruck, welche in gegenständlichem Fall die Ermittlungen zur Unfallursache führt, richtet in diese Kontext folgenden Appell an alle Urlaubsreisenden:

„Achten sie vor Reiseantritt auf den technischen Zustand ihres Wohnmobils oder Wohnwagens. Halten sie die Gewichte ein, welche aus den Fahrzeugpapieren ersichtlich sind. Unterziehen sie, gerade bei nur punktuell genutzten Fahrzeugen und Anhängern, die Reifen einer Sichtprüfung. Kontrollieren sie anhand der auf den Reifen aufgedruckten DOT-Nummer das Reifenalter. Vor allem aber – bleiben sie gelassen. Bei keiner Gelegenheit ist Eile weniger angebracht, als bei einer Fahrt in den Urlaub.“

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