Brand in Günzburger Asylunterkunft – Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Am heutigen Vormittag wurde über die Integrierte Leitstelle der Brand einer Unterkunft für Asylbewerber mitgeteilt. Zu dieser Zeit befanden sich noch Personen im Gebäude. Beamte der Polizeiinspektion Günzburg begaben sich umgehend zum Einsatzort.

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Symbolbild

Durch die Freiwillige Feuerwehr Günzburg mit Stadtteilfeuerwehren, welche mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort waren, wurde der Brand unter Kontrolle gebracht. Auch Kräfte des Rettungsdienstes waren im Einsatz.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wurden drei Personen leicht und eine Person, durch einen Sprung aus einem Fenster schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Die Unterkunft ist bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen ca. 100.000 Euro.

Die dort wohnhaften Personen wurden vorübergehend in einer Notunterkunft versorgt und werden bis zum Bezug eines neuen Quartiers weiterhin betreut.

Die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache wurden von Beamten der Kriminalpolizeiin-spektion Neu-Ulm übernommen. Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes wurden hinzugezogen. Auch ein Vertreter der sachleitenden Staatsanwaltschaft Memmingen, Zweig-stelle Neu-Ulm, verschaffte sich vor Ort ein Bild.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Bewohner eines Zimmers in der Unterkunft für die Brandentstehung verantwortlich ist. Der 33-jährige aus Eritrea stammende Mann wurde noch vor Ort vorläufig festgenommen und wird morgen dem Haftrichter vorgeführt.