Brandenburgs Ministerpräsident hält Nord Stream 2 für notwendig

Die Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny sollte nach Auffassung von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nicht dazu benutzt werden, die fast fertig gestellte Ostsee-Erdgaspipeline Nord Stream 2 in Frage zu stellen. „Ich verurteile auf Schärfste, was in Russland vor sich geht. Das ist ein Vorgang, der nicht unter den Teppich gekehrt werden kann“, sagte Woidke dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe).

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„Gleichzeitig dürfen wir uns aber nicht den Ast absägen, auf dem wir sitzen.“ Nord Stream 2 sei wichtig für die Energieversorgung – nicht nur für Deutschland, sondern für Europa insgesamt. „Denn in Zukunft werden wir mehr Strom und auch eine sichere Wärmeversorgung brauchen – und das wird auch auf Gas basieren müssen“, so Woidke.

„Diese Wahrheit mag unbequem sein, aber es ist so.“ Klar könnten die USA Deutschland alternativ mit LNG-Gas beliefern, fügte der Regierungschef hinzu. „Ob das aber aus Klima- und Umweltschutzgründen vernünftig ist, wage ich zu bezweifeln.“