Brand in Schwabach: Frau wegen schwerer Brandstiftung in Untersuchungshaft
Am Dienstagabend, dem 6. Mai 2025, brach in einem unbewohnten Mehrfamilienhaus in der Nürnberger Straße in Schwabach ein Feuer aus. Die Kriminalpolizei Schwabach nahm umgehend Ermittlungen wegen des Verdachts schwerer Brandstiftung auf. Kürzlich konnten die Beamten eine 43-jährige Verdächtige identifizieren und festnehmen. Sie befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Feuerwehreinsatz und Evakuierungen
Die Integrierte Leitstelle (ILS) wurde um 21:05 Uhr über den Brand informiert. Beim Eintreffen der Polizeistreifen aus Schwabach und Feucht stand der Dachstuhl des Hauses bereits in Flammen. Die Feuerwehr Schwabach, unterstützt durch die Stadtteilfeuerwehren Limbach und Unterreichenbach, rückte mit rund 20 Fahrzeugen aus, um den Brand zu bekämpfen. Parallel sperrte die Polizei die Umgebung ab und evakuierte vorsichtshalber die Anwohner des Nachbargebäudes. Diese wurden durch Rettungsdienste und das Technische Hilfswerk betreut. Die Maßnahmen der Rettungskräfte zogen sich bis in die Nacht, während die betroffenen Straßen gesperrt blieben. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf einen hohen sechsstelligen Betrag. Verletzte gab es keine.
Ermittlungen und Festnahme
Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken führte erste Untersuchungen am Brandort durch, während das Schwabacher Fachkommissariat die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernahm. Hinweise deuten darauf hin, dass eine Frau das Gebäude am Abend des Brandes betreten hatte. Durch intensive Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, darunter Zeugenbefragungen, erhärtete sich der Verdacht gegen eine 43-jährige Frau. Diese wurde am 27. Mai 2025 vorläufig festgenommen und am folgenden Tag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Es erging ein Haftbefehl wegen des Verdachts des besonders schweren Falls der Brandstiftung. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Schwabach dauern an, um mögliche Verbindungen zu vorherigen Bränden in dem Anwesen zu prüfen.


