Brände in Rothenburg ob der Tauber verursachen hohen Sachschaden
Am 18.10.2024 und 20.10.2024 kamen zu zwei Bränden in Werkshallen eines Unternehmens in Rothenburg ob der Tauber, bei denen erheblicher Sachschaden entstanden ist. Die Kriminalpolizei Ansbach ermittelte den Verdacht auf vorsätzliche schwere Brandstiftung und konnte einen 23-jährigen Tatverdächtigen festnehmen.
Erster Brand am Freitagmorgen
Am Freitag, den 18.10.2024, gegen 09:15 Uhr, geriet in einer Werkshalle eines Technikunternehmens in der Bodelschwinghstraße Verpackungsmaterial auf mehreren Paletten in Brand. Die vorhandene Sprinkleranlage und das schnelle Eingreifen der Werksfeuerwehr verhinderten, dass sich das Feuer weiter ausbreitete.
Zweiter Brand am Sonntagnachmittag
Am Sonntag, den 20.10.2024, etwa um 16:45 Uhr, wurde der Polizei über die Integrierte Leitstelle ein erneuter Brand in einer Lagerhalle der gleichen Firma gemeldet. Bei Ankunft der Polizeiinspektion Rothenburg ob der Tauber stand das Gebäude bereits vollständig in Flammen.
Feuerwehr und Technisches Hilfswerk im Einsatz
Die Nördlinger Straße wurde von der Polizei gesperrt, während die Feuerwehr Rothenburg ob der Tauber mit Unterstützung benachbarter Wehren die Brandbekämpfung aufnahm. Gegen 20:00 Uhr gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Nacht. Zur Unterstützung standen etwa 250 Feuerwehrleute bereit, unterstützt durch das Technische Hilfswerk. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner über Lautsprecher aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ein naheliegender Wohnmobilstellplatz wurde präventiv evakuiert.
Ermittlungen und Festnahme
Das Fachkommissariat der Kriminalpolizei Ansbach übernahm die Ermittlungen, um die Brandursache zu klären. Schon früh bestand der Verdacht auf vorsätzliche Brandstiftung, der entstandene Sachschaden wird auf über eine Million Euro geschätzt.
Arbeit der Polizei und Staatsanwaltschaft
In den Wochen nach den Bränden wurden in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Ansbach zahlreiche Spuren untersucht, Zeugen vernommen und eingehende Hinweise aus der Bevölkerung ausgewertet. Bei diesen Ermittlungen geriet ein 23-jähriger Mann in den Fokus der Polizei. Weitere Untersuchungen und Durchsuchungen bestätigten den Verdacht, weshalb der Mann am 29.01.2025 vorläufig festgenommen wurde. Einen Tag später, am 30.01.2025, erließ die Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Ansbach auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Untersuchungshaftbefehl gegen ihn.

