Breitscheidplatz-Opfer erwägen gemeinsame Organisation mit Buback

Die Sprecherin der Hinterbliebenen des Terroranschlags vom Breitscheidplatz, Astrid Passin, und der Sohn des von der Roten Armee Fraktion (RAF) ermordeten ehemaligen Generalbundesanwalts Siegfried Buback, Michael Buback, erwägen die Gründung einer gemeinsamen Organisation zur Vertretung von Terroropfern in Deutschland. Das berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). „Wir werden uns im Laufe des Jahres persönlich treffen“, sagte Passin dem RND. „Mal sehen, wo uns das hinführt.“

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Sie selbst wolle ihre „Bemühungen“ um die Gründung der Organisation „im Februar weiter vorantreiben“. Buback sagte: „Wenn mir Frau Passin eine Zusammenarbeit vorschlägt, dann wäre das denkbar.“ Passin verlor am 19. Dezember 2016 auf dem Breitscheidplatz ihren Vater; Buback verlor seinen Vater am 7. April 1977. Passin hatte dem RND Mitte Dezember 2019 anlässlich des dritten Jahrestages des Anschlages erklärt: „Ich werde im nächsten Jahr eine Organisation gründen für deutsche Terroropfer im In- und Ausland. Mein erstes Ziel ist, einen nationalen Gedenktag für alle Terroropfer einzuführen. So etwas gibt es bisher nicht. Alle Betroffenen haben das Recht zu trauern. Der Fokus liegt oft auf dem Breitscheidplatz. Ich kann mir vorstellen, dass sich da einige benachteiligt fühlen.“

Die Idee zur Gründung der Organisation und zu dem Gedenktag habe sich aus Gesprächen mit anderen Betroffenen entwickelt. Dabei gehe es auch um die Menschen, die es in Zukunft treffen werde.