Brockmann nicht weiter Trainer in Kaufbeuren – Sechs Spieler müssen ESVK verlassen

Nach vier Jahren soll eine Änderung auf der Trainerposition neue Impulse beim ESV Kaubeuren setzen. Andreas Brockmann wird deshalb die Joker in der neuen Spielzeit nicht mehr betreuen.

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Foto: ESVK

Neben den Saisonabschlussgesprächen mit den Spielern der Joker, standen natürlich auch Gespräche mit Trainer Andreas Brockmann auf der Agenda von Geschäftsführer Michael Kreitl und den vier Gesellschaftern des ESVK.

Man hat sich die Entscheidung auf der Trainerposition eine Änderung herbeizuführen mit Sicherheit nicht leicht gemacht, im Gegenteil. Nach vier Spielzeiten unter Andreas Brockmann ist man schlussendlich aber zu dem Entschluss gekommen, dass ein neuer Trainer, neue Impulse in der Mannschaft setzen soll und muss. Es soll sprichwörtlich, ein frischer, neuer Wind in der Kabine der Joker wehen. Auch wenn es auf dem Spielersektor mehr Änderungen geben wird, wie in den vergangenen Jahren, erachtet ESVK Geschäftsführer Michael Kreitl diesen Schritt nun als sinnvoll und absolut wichtig:

„Der ESVK hat Andreas Brockmann viel zu verdanken. Er hat uns in einer schweren Zeit, in der sich der ESVK auch im Umbruch befand und am Tabellenende der DEL2 zu Hause war, einige wichtige und auch entscheidende Denkanstöße gegeben und damit auch für eine deutliche Professionalisierung in der Mannschaft und deren Umfeld gesorgt. Zusammen mit dem Team hat er dazu drei sehr erfolgreiche und ein am Ende auch noch durchaus erfolgreiches viertes Jahr hingelegt. Daher ist der ESVK Andreas Brockmann – wie schon gesagt – auch zu sehr großem Dank verpflichtet. Trotz alle dem bin ich der Meinung, dass die Mannschaft und auch das Umfeld des ESV Kaufbeuren einen neuen, anderen Impuls nötig hat. Vier Jahre sind eine lange Zeit im Trainergeschäft und der Kern der Mannschaft wird auch im kommenden Jahr weiter in Kaufbeuren sein. Auch deshalb habe ich mich für eine Veränderung auf der Trainerposition ausgesprochen.
Der neue Trainer soll aber auf die Tugenden und Charakteristik der Mannschaft die unter Andreas Brockmann wichtig waren, weiter aufbauen. Unsere Identität soll sich deshalb nicht großartig verändern. Wir wollen weiterhin eine Mannschaft haben, die größtenteils aus Spielern aus der Region besteht und in der auch junge Spieler immer ihre Chance bekommen und auch dementsprechend Eiszeit erhalten.“

Auch die Gesellschafter des ESVK möchten sich im Zuge dessen von Andreas Brockmann auf ihre Art verabschieden: „In den letzten Jahren ist nicht nur ein sehr erfolgreiches Miteinander, sondern auch eine schöne Freundschaft entstanden. Vor allem seine Offenheit und Geradlinigkeit haben wir immer besonders geschätzt. Wir können an dieser Stelle Andi Brockmann nur auf das herzlichste Danken und ihm alles Gute für seine Zukunft wünschen. Wir sind froh über diese Freundschaft, die dies überdauert.“

Sechs Spieler erhalten keine neuen Verträge

ESVK Geschäftsführer Michael Kreitl hat auch bezüglich des Kader Entscheidungen getroffen. Keine Verträge mehr beim ESV Kaufbeuren erhalten die Spieler Leon Kittel, Valentin Gschmeissner, Ossi Saarinen, Antti Kerälä und Louis Latta sowie Ilya Sharipov. Bei allen noch anderen Spielern ist entweder noch keine endgültige Entscheidung von Seiten des ESVK oder der Spieler selbst getroffen worden. Vereinzelt stehen auch noch Gespräche aus. Es ist aber auch davon auszugehen, dass dies nicht die letzten Abgänge sind. Wie schon kurz nach dem abrupten Saisonende angedeutet, wird der Umbruch im Kader größer ausfallen wie in den letzten Jahren. Die Gründe dafür sind nicht immer rein sportlicher Natur, sondern sind auch auf die Einführung eines zweiten U21 Fördervertragsspielers zu neuen Saison und der Reduzierung von 17 Ü23 Stellen auf deren 15 in der DEL2 geschuldet.