Der ESV Buchloe hat am Sonntagabend gegen den ESV Burgau auch das vierte Spiel der Landesligasaison für sich entschieden. Gegen das erste echte Top-Team siegten die Pirates zu Hause verdient mit 4:3 (0:1, 4:1, 0:1), woran vor allem ein bärenstarkes Mitteldrittel großen Anteil hatte. Mit nunmehr elf Zählern aus vier Partien setzen sich die Gennachstädter somit hinter Ulm und dem nächsten Gegner Kempten (jeweils 15 Punkte, aber auch schon ein Spiel mehr) in der Spitzengruppe fest.

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Alexander Krafczyk

Dabei hatte das Duell gegen die offensiv stark besetzten Eisbären an diesem Abend denkbar ungünstig begonnen. Schon nach gut drei Minuten bestraften die Burgauer nämlich einen folgenschweren Fehler der Hausherren in der Vorwärtsbewegung zum frühen 0:1. David Zachar war der Nutznießer, der alleine vor ESV-Tormann Johannes Wiedemann flach zur schnellen Führung einschob. Den Buchloern, die sich vor der Partie laut Trainer Christopher Lerchner einiges vorgenommen hatten, wurde somit erst einmal der Wind aus den Segeln genommen. Dennoch hätte man schon vor der ersten Pause zum Ausgleich kommen können – wenn nicht sogar müssen. Doch sowohl Marc Barchmann (4.) als auch Timo Hauck, der völlig alleine vor dem Tor an Burgaus Schlussmann Roman Jourkov scheiterte (13.), vergaben. Und so stand für die Gastgeber gegen bis dato durchaus clever agierende Gäste ein knapper Rückstand zu Buche.

Buchloe defensiv stark

Im zweiten Durchgang dauerte es dafür dann gerade einmal 52 Sekunden, ehe die Rot-Weißen doch erstmalig trafen. In Überzahl fälschte Alexander Krafczyk einen Schuss von Max Hofer zum 1:1 in die Maschen. Doch der Torjubel in der Sparkassenarena war noch nicht verklungen, da schlug der letztjährige Hauptrundenerste sofort zurück. Nur weitere 10 Sekunden nach dem Ausgleich stellte der Ungar Bence Makovics den alten Abstand wieder her. „Das Tor haben wir leider auf dem Präsentierteller den Burgauern geschenkt“, ärgerte sich Lerchner. Doch wer nun dachte, dass dieser postwendende Rückschlag Spuren hinterlassen sollte, der sah sich schnell getäuscht. Die Freibeuter spielten nämlich unbeeindruckt weiter und das mit noch mehr Zug als noch im Auftaktdrittel. „Da muss ich den Jungs ein Kompliment machen, dass sie nach diesem neuerlichen Rückstand den Kopf weiter oben behalten haben“, so Lerchner weiter. Vor allem Defensiv ließen die Buchloer im weiteren Verlauf dieses Abschnitts nicht mehr wirklich viel zu und tauchten stattdessen auf der Gegenseite in der Offensive immer wieder gefährlich und druckvoll auf. Lohn dafür war das 2:2 erneut durch Alexander Krafczyk nach 24 Minuten. Im Anschluss drängten die Piraten weiter auf den Führungstreffer, doch dieser gelang erst kurz vor Drittelende. Das 3:2 erzielte dabei Verteidiger Lucas Ruf in bester Stürmer-Manier, als er am langen Pfosten optimal bedient wurde (38.). Und es kam noch besser: 15 Sekunden vor der zweiten Pause erhöhte Marc Barchmann den Vorsprung zu einem wichtigen Zeitpunkt sogar auf 4:2.

Strodel nach überhartem Foul verletzt

Der letzte Abschnitt war dann nicht mehr ganz so unterhaltsam wie noch die vorangegangenen 20 Minuten, wobei es dennoch ein gutes und interessantes Match blieb. Nach 43 Minuten bekamen die Buchloer zunächst die große Chance zur Vorentscheidung, als man fünf Minuten in Überzahl agieren durfte. Vorausgegangen war ein völlig unnötiger und übler Kniecheck von Burgaus Niklas Arnold gegen David Strodel, den die Schiedsrichter mit einer 5+Spieldauerstrafe ahndeten. Der Buchloer Kapitän probierte es nach dem überharten Foul noch einmal, musste dann aber kurze Zeit später vorzeitig verletzt in die Kabine. Auf dem Eis konnten die Buchloer die lange Überzahl aber nicht nutzen, wodurch es weiter spannend blieb. Viel ließ die konzentriert zu Werke gehende ESV-Defensive allerdings nicht mehr zu. Und so konnte Dominik Zimmermann in der allerletzten Spielsekunde nur noch auf 4:3 verkürzen, was am verdienten Heimerfolg der Buchloer jedoch nichts mehr änderte.

Am kommenden Wochenende warten nun die nächsten Top-Spiele auf die Buchloer. Denn am Freitag, dem Allerheiligen-Feiertag, kommen ab 17 Uhr die bislang verlustpunktfreien Kemptener zum Allgäu-Derby in die Sparkassenarena, ehe am Sonntag dann gleich das Rückspiel in Burgau ansteht (18 Uhr).