Bundesgerichtshof verwirft Revision gegen den Foltermörder von Bobingen

Der Bundesgerichtshof hat die Revision des sogenannten „Foltermörders von Bobingen“ gegen sein Urteil als unbegründet verworfen. Es ist somit rechtskräftig. Piotr Slufcik muss seine lebenslange Freiheitsstrafe antreten.

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Symbolbild

 

Der polnische Zeitarbeiter Piotr Slufcik hatte seine 33-jährige, ebenfalls aus Polen stammende, ehemalige Lebensgefährtin am Nachmittag des 25.10.2016 in seiner Wohnung im Landkreis Augsburg mehrfach so massiv in den Genitalbereich, gegen den Kopf und gegen den Oberkörper geschlagen, dass sie eine extreme Hirnschwellung und zahlreiche Einblutungen, Serienrippenbrüche mit Durchspießungen, Frakturen eines Brustwirbelkörpers und zweier Lendenwirbelfortsätze erlitt und nicht mehr ansprechbar war.

Erst gegen 19:20 Uhr brachte Slufcik , die zu diesem Zeitpunkt bereits hirntote Geschädigte in die Wertach-Kliniken nach Bobingen, wo sie verstarb.

Slufcik wurde mit Urteil der 8. Strafkammer vom 07.07.2017 wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Verfahren hatte für Schlagzeilen gesorgt, aufgrund des brutalen Vorgehens des Foltermörders auch überregional für Aufsehen gesorgt. Nun hat der Bundesgerichtshof die Revision des Angeklagten Piotr Slufcik mit Beschluss vom 21.11.2017 als unbegründet verworfen. Das Urteil ist somit rechtskräftig.