In der gestrigen Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses sind 7 Mio. Euro für die Augsburger Synagoge in den Bundeshaushalt eingestellt worden. Sobald ergänzende Mittel von Stadt und Freistaat zur Verfügung stehen, können nun die Sanierungsarbeiten, die Neugestaltung des Museums  und das erweiterte Sicherheitskonzept umgesetzt werden. Jewish_Synagogue_-_Augsburg_-_Germany Bundesmittel für Augsburger Synagoge werden von 6 auf 13 Millionen Euro erhöht Augsburg Stadt Kunst & Kultur News Politik Synagoge Augsburg | Presse AugsburgDer Augsburger Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich (CSU) empfindet die Zusage als wichtige Entscheidung: “ Das ist eine gute Nachricht für die jüdische Gemeinde und für ganz Augsburg. Die israelitische Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg erhält  damit Planungssicherheit für die Sanierung der Synagoge.

Ich bin dankbar, dass die Synagoge, dieses wunderbare Zeugnis jüdischen Glaubens, saniert und zusätzlich auf neue  Sicherheitsanforderungen eingestellt werden kann. Der Einsatz für den notwendig gewordenen Mehrbedarf hat sich gelohnt.

Mein Dank gilt den Mitgliedern des Haushaltsausschusses, insbesondere den Berichterstattern für den Kulturetat mit denen die Verdoppelung der Mittel verhandelt wurde.  Damit leistet der Bund einen starken Beitrag für die Sanierung der Synagoge. Die weitere Finanzierung wird der Freistaat Bayern leisten. Auch hier bin ich in intensiven Gesprächen.

Die Synagoge ist ein über 100 Jahre altes Zeugnis jüdischen Glaubens und Begegnungsort in unserer Stadt. Verbundenheit mit jüdischen Mitbürgern und Entschlossenheit gegen jede Form von Antisemitismus sind in Deutschland wieder wichtiger denn je geworden. Wir lassen die Synagoge als eine der ältesten und schönsten in Deutschland mit den Sanierungskosten nicht allein und stehen fest an der Seite der jüdischen Gemeinde in Augsburg.“

Auch Ulrike Bahr, Augsburger SPD-Bundestagsabgeordnete freut sich über die Zusage: „Die Ereignisse von Halle haben uns alle geschockt und unzweifelhaft ist das Klima für Jüdinnen und Juden in Deutschland rauer geworden. Gerade deshalb ist es wichtig, auf allen Ebenen ein Zeichen zu setzen und jüdisches Leben und Kultur bei uns zu stärken und zu unterstützen!

Darum freue ich mich sehr, dass meine Gespräche mit unserem Haushälter und meine Werbung für die Augsburger Synagoge erfolgreich waren und der Bund sich nun mit mehr als 50% an den voraussichtlichen Kosten beteiligen wird. Die Augsburger Synagoge ist ein eindrucksvolles und in seiner Art einmaliges Zeugnis jüdischer Kultur in Deutschland mit einer einzigartigen Bildausstattung. Die Verbindung von Synagoge, aktiver Gemeinde und Museum ist für mich ein zentraler Ort in der Stadt, an dem wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Friedensstadt erlebbar machen können. Darum ist es sehr gut, dass Bund, Land und Stadt jetzt gemeinsam den Erhalt und die Erweiterung von Synagoge und Museum mitfinanzieren.

Mit Harald Güller, dem haushaltspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag, fordere ich darum den Freistaat auf, seinerseits den Landesanteil für die Instandsetzung der Synagoge zügig in den Nachtragshaushalt einzustellen.“