Nahe Kiefersfelden hat die Bundespolizei während Grenzkontrollen mehrere gefälschte Papiere aufgedeckt. Die Besitzer dieser Dokumente werden voraussichtlich bald rechtliche Konsequenzen erwarten. Am Abend kontrollierten Beamte die Papiere eines syrischen Staatsbürgers auf der A93. Dieser Mann hatte zwar einen syrischen Reisepass und einen internationalen Führerschein dabei, aber keine erforderlichen Einreisepapiere wie ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis. Der Führerschein des 53-Jährigen stellte sich als Fälschung heraus. Daher wurde er wegen des Versuchs der illegalen Einreise und der Nutzung falscher amtlicher Ausweise angezeigt. Nach einem Schutzersuchen wurde er am folgenden Mittwoch an eine Aufnahmestelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet, wo über seinen Verbleib in Deutschland entschieden wird.
Bereits am Nachmittag desselben Tages entdeckten Kontrollbeamte einen weiteren gefälschten Führerschein. Hierbei handelte es sich um einen italienischen Staatsangehörigen, der das Dokument mit sich führte. Der 37-Jährige wurde ebenfalls in die Rosenheimer Dienststelle gebracht und wegen der Nutzung falscher amtlicher Ausweise angezeigt. Nach dieser unerwarteten Unterbrechung konnte er seine Reise fortsetzen.
Zuvor wurde ein 38-Jähriger wegen des Verdachts auf Dokumentenfälschung und versuchte unerlaubte Einreise festgenommen. Er legte den Beamten eine griechische Identitätskarte vor, die sich als Fälschung herausstellte. Er wurde schließlich aufgrund seines Schutzersuchens an eine Unterkunft in München weitergeleitet. Es steht noch die Entscheidung aus, wie sein weiterer Aufenthalt in Deutschland geregelt wird.
Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist in den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen sowie in der Stadt und dem Landkreis Rosenheim aktiv. Sie bekämpft grenzüberschreitende Kriminalität und unerlaubte Migration im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich. Zudem sorgt sie für die Sicherheit auf Bahnstrecken und Bahnhöfen in der Region.

