Die Bundespolizei führte an der Inntalautobahn bei Kiefersfelden verstärkte Kontrollen durch, um gesuchte Personen ausfindig zu machen. Mehrfach waren die Beamten aus Rosenheim im Einsatz, um verhaftete Individuen in die Justizvollzugsanstalt Bernau zu überführen. Einige der Festgenommenen konnten jedoch aufgrund finanzieller Mittel ihren Gefängnisaufenthalt abwenden.
Ungarischer Dieb für über ein Jahr in Haft
Seit Mittwochmorgen sitzt ein 49-jähriger ungarischer Staatsbürger in einer Haftanstalt in der Nähe des Chiemsees ein. Obwohl der Fahrer eines Kastenwagens versuchte, die Polizei über seine Identität zu täuschen, wurden seine wahre Identität und zwei bestehende Haftbefehle wegen schweren Diebstahls aufgedeckt. Er muss eine Restfreiheitsstrafe von 277 Tagen und zusätzlich eine Ersatzhaft von 150 Tagen antreten, da er eine Geldstrafe von 2.250 Euro nicht zahlen konnte.
Italiener und Ungar in Ersatzhaft
Am Dienstagnachmittag führte die Bundespolizei einen 25-jährigen Italiener in die JVA Bernau. Er konnte eine Justizschuld über 4.800 Euro nicht begleichen und muss nun für 80 Tage in Ersatzhaft. Ebenso wurde ein 28-jähriger Ungar festgenommen, der wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eine Geldstrafe von 5.400 Euro zu zahlen hatte. Da er diese Summe nicht aufbringen konnte, verbüßt er eine 90-tägige Ersatzhaft.
Geldstrafe statt Gefängnis
Ein bulgarischer Lkw-Fahrer blieb von der Haft verschont, da er eine Strafe von rund 1.000 Euro wegen Trunkenheit im Verkehr sofort bezahlen konnte. Ein Belarusse leistete eine Geldstrafe von 2.800 Euro für einen illegalen Aufenthalt in Deutschland. Ein 31-jähriger Nigerianer durfte seine Reise fortsetzen, nachdem er eine Geldstrafe von 1.000 Euro gezahlt hatte, die im Zusammenhang mit dem Besitz falscher Ausweise verhängt wurde.

