Am Montag, den 2. Dezember, führte die Bundespolizei gleich drei erfolgreiche Fahndungen durch, bei denen drei Haftbefehle vollstreckt wurden. Der Tag begann mit der Festnahme eines 31-jährigen Brasilianers im Regionalexpress zwischen Würzburg und Karlstadt.
Festnahme im Regionalexpress
Gegen 10:45 Uhr kontrollierten Bundespolizisten die Personalien eines Mannes, bei dem ein offener Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wegen Körperverletzung vorlag. Der aus Brasilien stammende Mann war mit einem Betrag von 4.500 EUR ausgeschrieben. Da er die Summe nicht zahlen konnte, wurde er zur Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 45 Tagen in die Justizvollzugsanstalt Würzburg eingeliefert.
Jugendlicher mit Untersuchungshaftbefehl
Am Nachmittag meldete sich ein 15-jähriger Jugendlicher von sich aus bei der Bundespolizei und gab an, dass gegen ihn ein Haftbefehl bestehe. Die Überprüfung bestätigte einen Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Karlsruhe wegen Bandendiebstahls in fünf Fällen. Der Jugendliche wurde festgenommen und noch am selben Tag dem Haftrichter am Amtsgericht Würzburg vorgeführt.
Ersatzfreiheitsstrafe für 44-jährigen Mann
Kurz nachdem sich der Jugendliche gestellt hatte, klingelte ein 44-jähriger Deutscher bei der Polizei und äußerte ebenfalls einen offenen Haftbefehl. Der Abgleich ergab einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Hanau wegen Diebstahls, ausgeschrieben mit einer Zahlungspflicht von 360 EUR. Mangels Zahlung konnte auch er die geforderte Summe nicht begleichen und wurde für 12 Tage in die Justizvollzugsanstalt Würzburg überstellt.



