Bundespräsident ruft zu Widerstand gegen Rassismus auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zu deutlichem Widerstand gegen Rassismus in Deutschland aufgerufen. „Jeder Einzelne muss widersprechen, wenn er rassistische Sprüche am Stammtisch oder im Fußballstadion hört“, sagte er dem Nachrichtenportal T-Online. „Denn darauf gibt es nur eine Antwort: `Wenn das deine Haltung ist, passt du hier nicht rein.` Ich weiß, was ich erwarte, ist schwer. Aber es ist notwendig.“

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Steinmeier versicherte: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die ganz große Mehrheit in unserem Land für Demokratie, Rechtsstaat, Freiheit, Schutz von Minderheiten und Religionsfreiheit steht.“ Er forderte: „Die Mehrheit muss hörbar sein. Wenn sie schweigt, bestärkt das die Wenigen, die in ideologischer Verblendung oder aus schlichtem Hass zu Mitteln von Ausgrenzung, Demütigung oder gar Gewalt greifen.“ Über den Mord an Walter Lübcke, den Anschlag auf die Synagoge in Halle und das Attentat von Hanau sagte Steinmeier: „Die drei Anschläge sind leider ein weiterer Beleg dafür, dass die deutschen Sicherheitsbehörden die Gefahren des Rechtsextremismus unterschätzt haben.“

Man müsse mit den Instrumenten des Rechtsstaats darauf reagieren, wenn Einzelne sich diesen Lehren verweigerten und rassistisch motivierte Straftaten begingen.