Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wirbt zum 30. Jahrestag des Mauerfalls für gute Stimmung im Land. „Ich wünschte mir so sehr, dass wir etwas von dieser Euphorie, von dieser Zuversicht, von diesem Selbstbewusstsein der Tage im November 1989 hinüberretten in unsere Zeit“, sagte Steinmeier der gemeinsamen Redaktion von RTL und n-tv. Obwohl sich der Mauerfall angebahnt und man bereits gespürt habe, dass „sich eine Dynamik entwickelte, die kaum noch einzufangen war“, sei der 9. November „das Unerwartete“ gewesen.

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„Wir dürfen überhaupt nicht unterschätzen, welches Risiko die Menschen damals eingegangen sind“, sagte Steinmeier RTL und n-tv. Für ihn sei es wichtig, die Geschichten von damals, egal ob aus Ost- oder Westperspektive, immer wieder zu erzählen: „Das kann helfen, die innere Einheit auch tatsächlich zu empfinden, die wir ökonomisch mehr oder weniger erreicht haben.“ Aus der Erinnerung an seine Zeit als Politiker in Brandenburg nehme er bis heute ganz viel mit: „Ich habe in Ostdeutschland immer eine gewisse Geduld und auch eine Erwartung gespürt, was das Erklären von politischen Entscheidungen angeht.“

Steinmeiers Erkenntnis: „Menschen wollen schlicht und einfach ernst genommen werden und, dass sie Präsenz auch von Politikern brauchen.“ Deshalb setze er aufs „Hingehen“, auch raus aufs Land, denn „nichts erklärt sich einfach von selbst.“