Bundesregierung verteidigt Ukraine-Darlehen

Die Bundesregierung verteidigt den beim EU-Gipfel gefundenen Kompromiss zum Umgang mit eingefrorenen russischen Vermögenswerten und dem geplanten 90-Millarden-Euro-Darlehen für die Ukraine.

Regierungspressekonferenz am 19.12.2025, via dts Nachrichtenagentur

Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille trat am Freitag Vermutungen entgegen, dass damit die Diskussion über einen Zugriff auf das russische Vermögen nur verschoben worden sei. Der Kanzler habe nach dem Gipfel klar gemacht, dass für den Fall, dass Russland keine Reparationen an die Ukraine zahlt, man zur Tilgung des Darlehens die eingefrorenen russischen Werte werde “heranziehen können”. Das sei “Indikativ, kein Konjunktiv”, sagte Hille auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur.

Die Ukraine soll das Darlehen demnach zinsfrei bekommen, gegenfinanziert werden soll es vorläufig durch einen EU-Mechanismus, mit dem das Geld letztlich über den Finanzmarkt besorgt wird. Zu der Frage, wer für diese am Markt wohl zu zahlenden Zinsen aufkommt, wollte sich der Sprecher am Freitag nicht öffentlich äußern.

Das Bundesfinanzministerium erklärte ebenfalls am Freitag vor Journalisten, man müsse die Details der in Brüssel von den Staats- und Regierungschefs der EU mehrheitlich getroffenen Vereinbarung erst noch genauer analysieren.

Anzeige
DTS Nachrichtenagentur
DTS Nachrichtenagentur
Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

Meistgelesen

Großeinsatz der Polizei in Augsburg-Oberhausen: Bordell durchsucht

Ein Polizeieinsatz hat am Donnerstag in einem Gewerbegebiet im...

Augsburg: 57-Jährige im Wertachkanal tot aufgefunden – Ermittlungen laufen

Ein erschütternder Fund hat am Donnerstagvormittag zu einem größeren...

Polizei entdeckt kinder- und jugendpornografische Inhalte nach Drohnenflug in Oberfranken

HARDECK, LKR. TIRSCHENREUTH / LKR. BAMBERG. Ein Drohnenflug führte...

Polizei verhindert Anschlag auf Merz` Privatflugzeug

Die Polizei hat in der Nacht zu Donnerstag offenbar...

Neueste Artikel