Bundestags-Präsidentin Bas“: Signale für EU-Beitritt der Ukraine sind wichtig

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi hat im Gespräch mit Bundestagspräsidentin Bärbel Bas deutlich gemacht, dass er sich einen beschleunigten EU-Beitritt wünscht.

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Foto: photothek

Das sagte Bas nach ihrer Rückkehr aus der Ukraine am Abend in „RTL Direkt“: „Ich denke, das ist unser aller Ziel, dass wir die Europäische Gemeinschaft stärken“, so Bas, „und die Ukraine zeigt ja deutlich, dass sie das in diesem Krieg verteidigt, nämlich die freien Werte der EU, und die Demokratie. Deshalb ist es wichtig, dass es Signale gibt, dass solch ein Beitritt irgendwann auch möglich sein muss.“

Die Verstimmungen zwischen Deutschland und der Ukraine seien ausgeräumt, so Bas. „Ich habe das so empfunden und glaube, dass sie sehr froh sind, dass wir da sind und deutlich machen, dass wir sie weiter unterstützen und weiterhelfen, das ist dem ukrainischen Volk sehr wichtig.“

Ihr sei es wichtig gewesen, aller Opfer zu gedenken, und sie sei ihrem ukrainischen Amtskollegen für die Einladung dankbar: „Dass wir das gemeinsam  machen konnten war uns beiden wichtig, auch mit Blick auf diesen jetzigen Krieg.“ Man habe sich die Gräueltaten der Nationalsozialisten noch einmal genau angeschaut: „Wir waren an den Gedenkstätten, und das zieht ja auch Parallelen zur heutigen Situation.“

Ein Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz zum 9.Mai in Kiew, zu dem ihn Selenskyi eingeladen hatte, war nach Bas´ Auffassung so schnell nicht möglich. Sie habe ihre Reise auch nicht spontan gemacht: „Man muss immer bedenken, es ist immer noch ein hohes Risiko, man muss solch eine Reise gut vorbereiten.“