Bundestagswahl | Union verliert auf der Zielgeraden an Unterstützung

Ähnlich wie vor früheren Bundestagswahlen verliert die Union auf der Zielgeraden an Unterstützung, während sich SPD, FDP und AfD leicht verbessern können. Unabhängig von diesem Trend erwartet eine sehr deutliche Mehrheit (83 Prozent), dass Merkel und die Union die Wahl gewinnen, lediglich 5 Prozent erwarten einen Sieg von Schulz und der SPD (andere: 5 Prozent; „weiß nicht“: 7 Prozent). 

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Projektion:
Grafik: ZDF und Forschungsgruppe Wahlen

Projektion

In der ZDF-Politbarometer-Projektion verliert die Union weitere zwei Prozentpunkte. Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU jetzt auf 36 Prozent (minus 2), die SPD auf 23 Prozent (plus 1), die Linke erreichte unverändert 9 Prozent und die Grünen unverändert 8 Prozent. Die FDP käme auf 10 Prozent (plus 1) und auch die AfD könnte auf 10 Prozent (plus 1) zulegen. Die anderen Parteien zusammen erhielten 4 Prozent (minus 1). Damit gäbe es neben einer großen Koalition weiterhin nur eine Mehrheit für eine Regierung aus CDU/CSU, Grüne und FDP. Für alle anderen politisch realistischen Koalitionen würde es nicht reichen.

Dass eine solche Projektion noch keine Prognose für den Ausgang der Wahl sein kann, macht auch die Tatsache deutlich, dass 39 Prozent (minus 3) aller Befragten sagen, dass sie noch nicht sicher sind, ob es bei ihrer geäußerten Wahlteilnahme oder Wahlabsicht bleiben wird. Dass auf den letzten Metern bis zur Wahl am Sonntag in einer Woche Spielraum für mobilisierungsbedingte oder wahltaktische Veränderungen bleibt, verdeutlicht eine weitere Zahl: Lediglich 29 Prozent aller Wähler geben an, dass für sie nur eine einzige Partei in Frage kommt, 71 Prozent können sich vorstellen, außer der genannten Partei auch noch mindestens eine andere Partei zu wählen.