Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, plant eine Strukturreform der deutschen Streitkräfte. Eine „Anpassung der nationalen Führungsorganisation“ sei nötig, heißt es in internen Papieren der Abteilungen Planung und Führung Streitkräfte des Verteidigungsministeriums, die Zorn unterstellt sind, über welche die „Welt“ (Freitagsausgabe) berichtet. Die Bundeswehr sei für die Auslandseinsätze „optimiert“, es gebe aber „keine konkreten Regelungen“ für die Landes- und Bündnisverteidigung mehr. bundeswehr-generalinspekteur-plant-strukturreform Bundeswehr-Generalinspekteur plant Strukturreform Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen Annegret Kramp-Karrenbauer Anspruch Arbeiten Aufbau Bundeswehr CDU Eberhard Es Führung Herz Kramp-Karrenbauer Logistik Luftwaffe MAN Marine Planungen See SPD Unterkunft Vergleich Verteidigungsministerin Verwaltung | Presse AugsburgBundeswehr-Soldat, über dts Nachrichtenagentur

Deshalb werde ein „Anpassungsbedarf hin zu einer bruchfreien nationalen Führungsorganisation“ festgestellt. In Betracht gezogen wird eine Reduzierung der militärischen Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche. Statt Heer, Marine, Luftwaffe, Cyber, Sanität und Streitkräftebasis brauche es eine „Umgliederung zu Systemverbünden“, zuständig für Land, Luft, See und Cyberraum. Sanität und Streitkräftebasis stehen damit zur Disposition. Es brauche einen „flachen, hierarchischen Aufbau, mit klaren Verantwortlichkeiten“, heißt es weiter. Alles müsse „so einfach wie möglich gehalten werden, untereinander operabel sein und klare Verbindungen zu Nato/EU aufweisen“. Die Bundeswehr verändere sich dynamisch.

„Dabei gilt es immer, auch einen Blick auf die Führungsorganisation zu werfen“, sagte Zorn der „Welt“ auf Anfrage. „Mit der derzeitigen Struktur können wir gut arbeiten, dennoch haben wir den Anspruch, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln.“ Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands, André Wüstner, forderte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) auf, Zorns Planungen zu unterstützen. „Eine Anpassung der nationalen Führungsorganisation ist dringend geboten“, sagte Wüstner.