Innerhalb weniger Minuten kam es am Sonntag bei Burgau erneut zu zwei Unfällen aufgrund einsetzenden Starkregens auf der A 8 in Fahrtrichtung München.

Gegen 13.10 Uhr befuhr eine 37-jährige Pkw-Lenkerin den linken Fahrstreifen zwischen den Anschlussstellen Günzburg und Burgau. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kam sie zunächst nach links und streifte hier die Betongleitwand. Im Anschluss schleuderte sie nach rechts, prallte gegen die Außenschutzplanke, schleuderte erneut über alle drei Fahrstreifen und kam letztendlich rechts auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Die 37-Jährige konnte sich allein aus dem völlig demolierten Fahrzeug befreien und wurde leichtverletzt durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden beläuft sich auf insgesamt ca. 30.000 Euro. Die Feuerwehr Günzburg sowie die Betreibergesellschaft Pansuevia waren zur Bergung des Fahrzeugs und zur Absicherung der Unfallstelle vor Ort.

Nur wenige Minuten später, gegen 13:20 Uhr, wiederholte sich der Unfallhergang nahezu identisch ca. fünf Kilometer weiter in Richtung München. Eine 24-jährige Pkw-Lenkerin befuhr ebenfalls den linken Fahrstreifen. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kollidierte sie mit der Betongleitwand. Sie konnte im Anschluss ihr Fahrzeug nach rechts auf den Seitenstreifen lenken, wo sie letztlich zum Stehen kam. Die 24-Jährige blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro.

Während der Bergung und Säuberung der Fahrbahn musste die Autobahn in Richtung München für ca. 30 Minuten komplett gesperrt werden. Es bildete sich ein Rückstau von ca. sechs Kilometern Länge.

Pkw-Fahrer nützen Rettungsgasse als „Überholspur“

Während der Unfallaufnahme konnten zwei Pkw-Fahrer angehalten werden, die die Rettungsgasse befuhren und Einsatzkräfte behinderten. Beide erwartet nun ein Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren mit einem empfindlichen Bußgeld sowie einem Fahrverbot.

In diesem Zusammenhang warnt die Autobahnpolizei Günzburg vor immer wieder einsetzenden Starkregenfällen und rät neben einer vorausschauenden Fahrweise, die Geschwindigkeit frühzeitig zu reduzieren.