Bus und Straßenbahn werden wieder teurer – Regierungspartei fordert kostenfreie Nutzung

Der Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) erhöht zum 1. Juli 2014 die Preise für die Fahrkarten um durchschnittlich 3,4%. Mit dieser Preiserhöhung sollen die Kosten für die Verkehrsmittel besser gedeckt werden. Doch die Augsburger Grünen sind mit dem vorgestellten Modell nicht ganz einverstanden.

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Foto: swa

Nicht erhöht werden die Preise für die Einzelfahrkarte in der Preisstufe 1 (Zentrum). Diese kostet auch im zweiten Halbjahr 2014 noch EUR 1,30. Auch die Tickets für den Nachtbus bleiben von der Preiserhöhung verschont um  den jugendlichen und jungen Erwachsenen weiterhin eine attraktive Möglichkeit nachts nach Hause zu kommen.

Neu in das Ticketangebot aufgenommen wird ein Angebot für die Anwohner aus dem Augsburger Umland.  Die neue Preisstufe „Innenraum Plus“ soll es vor allem die Bewohner rund um Augsburg (Gablingen, Langweid, Kissing, Königsbrunn, Bobingen, Diedorf, Westheim etc.) attraktiver machen ihr Auto zu Hause stehen lassen, wenn sie in Richtung Augsburg und zurück fahren möchten. Die neue Tageskarte gilt für beliebig viele Fahrten an einem Tag in den Tarifzonen 10, 20, 31, 32, 33, 36, 37 und ist als Tageskarte Single für Alleinreisende für günstige 8,80 Euro sowie als Familientageskarte für Paare und Familien (bis zu zwei Erwachsene und sechs Kinder) zu einem Preis von 12,50 Euro erhältlich.

Die am neuen Augsburger Regierungsdreierbündnis beteiligten Grünen hätten noch gerne eine weiteres Angebot in der Ticketlandschaft des AVV gesehen. Aktuell ist in Augsburg kein Jahresabo für den öffentlichen Personennahverkehr zu bekommen. Die Grünen fordern deshalb die Einführung eines EUR 365.– Jahrestickets nach dem sogenannten Wiener Modell. Die österreichische Bundeshauptstadt hat ein solches Modell bereits erfolgreich einführt. Der Anteil des Individualverkehrs und die somit die Umweltbelastung würden durch das Angebot deutlich reduziert.

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Busfahren wird in der Region Augsburg wieder teurer

In den Gesprächen zur Regierungsbildung haben sich die Augsburger CSU und SPD gegenüber den GRÜNEN offen für diese Überlegungen eines Jahresabos in Anlehnung an das „Wiener Modell“ gezeigt. Nun gilt es, die Reform in den kommenden sechs Jahren umzusetzen.

Auch die sonstige Preisstruktur des AVV gefällt den Grünen nicht. „Die Tarif- und Zonenstruktur im Augsburger Verkehrsverbund ist nicht mehr zeitgemäß und bedarf einer Überarbeitung. Die Augsburger Grünen fordern  eine Reform der Zonenstruktur, z.B. durch die Zusammenlegung der Zonen 10+20. Mittelfristig streben wir die kostenlose ÖPNV-Nutzung für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren an. Diesen Vorschlag wollen wir in den kommenden Jahren Augsburg umsetzen.“, so Matthias Strobel, Vorsitzender des Augsburger Stadtverbands von Bündnis 90/Die Grünen