In der Oberpfalz haben intensive Ermittlungen der Kriminalpolizei Amberg unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Amberg zur Festnahme eines Callcenter-Betrügers in Georgien geführt, der inzwischen nach Deutschland ausgeliefert wurde. Dieser war Teil einer Gruppe von Betrügern und operierte aus dem Ausland.
Diese Täter zielen besonders auf die älteren Menschen, indem sie deren Gefühle während der Anrufe ausnutzen. Schon im Jahr 2022 geriet eine solche Bande in den Fokus der Ermittlungen, denn sie operierte sowohl aus der Türkei als auch aus verschiedenen deutschen Bundesländern, was einen großen Ermittlungsaufwand nötig machte. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, richtete die Kriminalpolizei Amberg eine spezielle Gruppe ein, die die Ermittlungen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft übernahm. Der festgenommene Verdächtige agierte als Anrufer und nutzte Betrugsmaschen wie vorgetäuschte Gewinnversprechen oder gab sich als Polizist aus. Auch betrügerische Liebesbeziehungen gehörten zu den angewandten Methoden. Mit geschickter Gesprächsführung gelang es ihm, viele Menschen dazu zu bringen, Geld ins Ausland zu überweisen. Der Gesamtschaden summiert sich auf einen sechsstelligen Betrag. In einigen Fällen scheiterten die Betrugsversuche, was weitere finanzielle Verluste in Höhe von mehreren zehntausend Euro verhinderte. Eine der Betroffenen war eine 84-jährige Frau aus Nabburg, die um mehrere tausend Euro gebracht wurde.
Im Juni 2023 geriet ein 45-jähriger türkischer Staatsbürger, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hatte, ins Visier der Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehle auf nationaler und europäischer Ebene. Als der Mann im Februar 2024 nach Georgien reiste, erfolgte dort seine Festnahme und Inhaftierung. Ende Oktober reisten zwei Ermittler nach Tiflis, um den Mann zurück nach Deutschland zu bringen.
Am 30. Oktober 2024 wurde er dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt in Bayern gebracht.

