Caritas-Sozialzentrum Augsburg abgebrannt – Polizei verhaftet mutmaßlichen Brandstifter

Am 8.Juli brannte das Sozialkaufhaus der Caritas in Augsburg-Göggingen aus. Die polizeilichen Ermittlungen zu diesem verherrenden Feuer werden noch einige Zeit andauern. Nach derzeitiger Sachlage geht man von Brandstiftung als Ursache für das vernichtende Feuer aus. Ein dringend Tatverdächtiger wurde verhaftet. Die Kripo sucht aber weiter nach Zeugen und Bildmaterial.

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Foto: Wolfgang Czech

Am 8. Juli brannte das Caritas-Sozialzentrum in der Depotstraße bis auf die Grundmauern nieder, auch drei vor dem Sozialkaufhaus geparkte Fahrzeuge wurden ein Raub der Flammen. Da das Feuer immer wieder aufloderte, musste das in einer Holzständerbausweise errichtete Gebäude mittels Bagger und Radlader teilweise abgerissen werden.

Erst nach etwa drei Stunden war der Brand dann endgültig gelöscht. Der Brandschaden könnte nach ersten Einschätzungen im sehr hohen sechsstelligen oder sogar im unteren siebenstelligen Eurobereich liegen.

Kripo ermittelt einen dringend Tatverdächtigen

Nach jetzigem Ermittlungsstand gehen die Brandfahnder der Kripo Augsburg von Brandstiftung aus (wir berichteten). Die Ermittlungsgruppe mit elf Beamten ist dabei nach wie vor mit der Aufarbeitung der sehr komplexen Spurenlage beschäftigt. Anhand von Auswertungen hat sich zwischenzeitlich ein Tatverdacht gegen einen 28-jährigen Mann ergeben. Dieser wurde am vergangenen Wochenende festgenommen und dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Augsburg vorgeführt, der den von der Staatsanwalt beantragten Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung erließ und anschließend in Vollzug setzte.

Seitdem befindet sich der 28-Jährige in Untersuchungshaft.

Nähere Einzelheiten, insbesondere zum Motiv des Täters, können derzeit nicht bekannt gegeben werden, da diese noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen sind. Diese werden zeigen, ob der derzeit bestehende Tatverdacht erhärtet werden kann. Rechtsextreme Hintergründe, die aufgrund der Hilfestellungen der Caritas für Flüchtlinge im Raum standen, werden aber aktuell eher ausgeschlossen.

Unabhängig davon wertet die Ermittlungsgruppe weiterhin alle Hinweise aus der Bevölkerung aus, wobei auch das eingerichtete Upload-Portal gut angenommen wird. Allein gestern gingen drei weitere zur Verfügung gestellte Videos bei der Polizei ein. Insgesamt haben bislang mehr als 20 Bürgerinnen und Bürger Datenträger mit Filmen und Fotos zur Verfügung gestellt, deren Großteil bereits ausgewertet ist und für die Ermittlungen durchaus hilfreich waren.

Das Upload-Portal steht auch weiterhin unter: https://medienupload-portal01.polizei.bayern.de/ zur Verfügung.

Sachdienliche Hinweise bitte nach wie vor auch unter 0821/323 3810.