Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europäischen Parlament, David McAllister (CDU), hat sich bezüglich einer Brexit-Verschiebung offen gezeigt. Voraussetzung dafür sei aber eine glaubhafte Begründung, sagte McAllister dem Deutschlandfunk. Neuwahlen würden diesen Schritt rechtfertigen.

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McAllister äußerte Verständnis für Kritik an einer Fristverlängerung, sagte aber auch: „Wir haben ein ureigenes Interesse daran, auch als Bundesrepublik Deutschland und als Europäische Union insgesamt, dass der ungeordnete Brexit verhindert wird, denn das hätte auch negative Folgen für uns“. Es gehe dabei um die betroffenen Bürger, um die Wirtschaft, um die Übergangsphase und darum, auch in Zukunft eine gute Nachbarschaft pflegen zu können, so der CDU-Politiker. Seit Jahren tobt auf der Insel ein Machtkampf um die Bedingungen des EU-Austritts.

Am Mittwoch hatte das Unterhaus ein Gesetz beschlossen, das einen Austritt ohne Abkommen verhindern soll. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson droht mit einem Brexit ohne Abkommen.