Der CDU-Wirtschaftsrat hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vor Kritik der Familienunternehmen in Schutz genommen. „Die Große Koalition setzt zu stark auf Umverteilung und erdenkt immer neue Gängelungen der Betriebe. Den berechtigten Ärger darüber an Peter Altmaier durch eine Demo vor seinem Ministerium abzulassen, ist Klamauk und richtet sich an die falsche Adresse“, sagte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). cdu-wirtschaftsrat-stellt-sich-hinter-altmaier CDU-Wirtschaftsrat stellt sich hinter Altmaier Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen CDU Demo Deutschland Es Falsche Große Koalition Koalition Kritik MAN Minister Peter Altmaier Präsident Schutz Schützen Sommer Umfrage Unternehmen Urteil Wirtschaft Wochenende Zeitung | Presse AugsburgPeter Altmaier, über dts Nachrichtenagentur

Altmaier sei der Bundeswirtschaftsminister, der endlich mal wieder das Industrieland Deutschland voranbringe und die Betriebe vor Klima-Planwirtschaft der Umweltministerin schützen wolle, so Steiger. Mittelständische Unternehmen hatten Altmaier am Wochenende Untätigkeit vorgeworfen. „Er hat eine Mittelstandsstrategie angekündigt, davon haben wir nie wieder gehört“, sagte Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands der Familienunternehmen, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Stattdessen verfolge Altmaier „eine Anti-Mittelstandspolitik„. Nach einer Umfrage der Zeitung unter Managern und Unternehmern ist der Frust über den Minister in der Wirtschaft groß. Von „Fehlbesetzung“ bis „Totalausfall“ reiche das Urteil. Carsten Linnemann, Vorsitzender CDU/CSU-Mittelstandsunion, kann dem industriepolitischen Papier Altmaiers Positives abgewinnen.

„Ich freue mich, dass in diesem Land überhaupt wieder über die Zukunft dieses Landes gesprochen wird“, sagte Linnemann dem „Handelsblatt“. Man müsse nicht alles teilen, was Altmaier vorschlage. Mit seiner Industriestrategie habe er es aber geschafft, eine Debatte darüber anzufachen. Linnemann bezeichnete Altmaier als „engagierten Minister, der sich keinem Argument verschließt“.