Die Augsburger Panther empfingen am Dienstagabend den EHC Biel-Bienne zum Hinspiel im CHL-Achtelfinale. Der AEV sah dabei dank einer starken Leistung lange wie der Sieger aus, am Ende reichte es immerhin zu einem 2:2 gegen den hohen Favoriten.

AEV_BIEL_012 Champions Hockey League | Augsburger Panther nach starker Leistung mit Remis gegen den EHC Biel-Bienne Augsburg Stadt Augsburger Panther Bildergalerien News Newsletter Sport AEV Augsburger Panther Champions Hockey League Championsgobeyond CHL EHC Biel-Bienne EHCB | Presse Augsburg

Die Fieberkurve schlug bis heute Abend deutlich nach oben aus. Es war nicht die Grippe, nein Augsburg lag einmal mehr im Europapokalfieber. Nach der sensationellen Qualifikation für die K-O.-Runde der Champions Hockey League (CHL) ging es für die Panther gegen den Schweizer Spitzenclub EHC Biel-Bienne. Während man beim Schweizer Spitzenclub freiwillig auf seinen Superstar, den früheren NHL-Allstar-Keeper Jonas Hiller verzichtete, war man beim AEV über die Rückkehr des Drew LeBlanc sehr glücklich.

Blitzstart der Panther

Wie wichtig der Spielmacher ist, sollte sich gleich in der ersten Aktion zeigen. Gerade einmal 28 Sekunden waren gespielt als Hafenrichter nach einem LeBlanc-Zuspiel Hiller-Vertreter Paupe umrundet, und zum 1:0 getroffen hatte. War die Stimmung zuvor schon gut, so war sie jetzt phänomenal.

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Diese Unterstützung benötigten die Gastgeber dann aber auch. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Bieler immer stärker, bei einem Versuch von Rajala hatte Augsburg Glück, dass die Scheibe knapp am Tor vorbeisauste (7.). Als Hafenrichter wenig später für zwei Minuten auf die Strafbank musste, war Schlimmes zu befürchten. Die beste Gelegenheit auf das nächste Tor hatten aber die Panther. Fraser bediente im schnellen Konter Payerl, der knapp am glänzend reagierenden Paupe scheiterte. Es war ein bärenstarkes erstes Drittel der Panther, mit dem Biel so nicht gerechnet hatte. Immer wieder leistete sich der EHCB Abspielfehler.

 „Mr. Europapokal“ legt nach

Die Gesichter der Eidgenossen sollten unmittelbar nach dem ersten Seitenwechsel noch länger werden. 45 Sekunden waren wieder gespielt, als „Mr. Europapokal“ Matt Fraser zum 2:0 einnetzte. Es war das achte Saisontor des AEV-CHL-Topscorers.

Für einige der mitgereisten Schlachtenbummler war dies offensichtlich schon zuviel. Sie lieferten sich hinter dem Gästeblock ein Gerangel mit der Polizei. Dies konnte der Abend der Augsburger Panther werden, die gegen Mitte des Spiels fast zwei Minuten in doppelter Überzahl die Chance hatten, für eine Vorentscheidung zu sorgen. Trotz zahlreicher Gelegenheiten sollte das 3:0 aber nicht fallen.

Biel schlägt spät zu

Eine Zwei-Tore-Führung ist im Eishockey wenig, ein Tor ist so gut wie gar nichts. Als Callahan einen eher harmlosen Abschluss von Moser 12 Minuten vor dem Ende ins eigene Tor abgefälscht hatte, mussten die fast 5.600 Zuschauer wieder um den so wichtigen Hinspiel-Sieg zittern.

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„Kämpfen bis zum Ende, AEV“, angetrieben von ihrem Publikum hielt die Mannschaft von Trainer Tray Tuomie weiter stark dagegen. Sechs Mintuen vor dem Ende lag die Scheibe dann aber doch erneut hinter Roy im Augsburger Tor. Rajala hatte für das Team aus dem Kanton Bern getroffen. Am Ende reichte es immerhin noch zu einem 2:2-Unentschieden, das beiden Teams für das Rückspiel in einer Woche alles offen hält.

Die Höhepunkte zum Achtelfinale zwischen den Augsburger Panthern und dem EHC Biel-Bienne im Video

AEV: Roy, Keller– Lamb, Haase, Tölzer, McNeill, Valentine, Rogl, Sezemsky – Sternheimer, Payerl, Callahan, Holzmann, LeBlanc, Stieler, Trevelyan, Fraser, Gill, Mayenschein, Ullmann, Lambacher, Hafenrichter
Tore: 1:0 Hafenrichter (LeBlanc/Valentine) 1., 2:0 Fraser (Gill) 21., 2:1 Ulmer 48., 2:2 Rajala (Ullström) 54.,

Schiedsrichter: Odins, Brännare | Hofer, Gaube Strafzeiten: Augsburg 8 – Biel 6

Zuschauer: 5.580

Alle Fotos: Sebastian Pfister