Eine mehr als unnötige Niederlage musste der ESV Buchloe am Sonntagabend in Bad Wörishofen einstecken. Denn während die Piraten über die gesamte Spielzeit ein deutliches Chancenplus hatten, jubelten nach 60 Minuten im Derby beim 2:3 (1:1, 1:1, 0:1) nur die clever eingestellten Gastgeber. Für die Buchloer war es dagegen ein herber Rückschlag, zumal man sich die Niederlage am Ende selbst zuzuschreiben hatte.

Symbolbild

Die Partie startete zäh. Die Heimmannschaft stand zunächst tief, lauerte auf Konter und überließ den Buchloern die Spielinitiative, die sich damit relativ schwer taten. Wirkliche Torgefahr keimte so eigentlich nur sehr selten auf. Und als die Gennachstädter dann in Unterzahl agieren mussten, glückte den Wörishofern sogar die Führung durch Patrick Münch, der ESV-Keeper Michael Bernthaler im zweiten Versuch zum 0:1 überwand (9.). Doch die Antwort der Pirates dauerte nur viereinhalb Minuten, ehe Tobias Kastenmeier einen von Torwart Andreas Nick abgeprallten Schuss zum 1:1 verwertete. Auch im Anschluss blieben die Buchloer die offensiv aktivere Mannschaft, ohne aber wirklich durchschlagend zu sein. Folglich ging es mit dem Remis erstmals in die Kabinen.

Auch im Mitteldrittel änderte sich eigentlich fast nichts. Die Wölfe spielten weiter abwartend und die Buchloer wurden nun zumindest etwas druckvoller im Angriffsdrittel. Das Problem mit der Abschlussschwäche blieb aber weiterhin das große Manko. Entweder waren die Versuche auf das Wörishofer Gehäuse zu schwach und unplatziert, oder der an diesem Abend beste Akteur auf dem Eis, Bad Wörishofens Torwart Andreas Nick, war zur Stelle. So ging die Taktik der Gastgeber weiter auf, vor allem da man durch Simon Hassmann in Überzahl erneut in Front gehen konnte, was den Buchloern natürlich absolut nicht in die Karten spielte (30.). Beste Gelegenheiten wurden im Anschluss leichtsinnig vergeben und die Freibeuter schienen an Nick zusehends zu verzweifeln. Zumindest konnte John Boger mit einem perfekten Schuss in den Winkel im Powerplay immerhin eine der unzähligen Versuche zum 2:2 in die Maschen setzten (34.). Mehr Zählbares gelang aber nicht mehr, auch weil Nick gleich zweimal überragend gegen Robert Wittmann und Alexander Krafczyk parierte (37.) und so das Unentschieden bis zur zweiten Pause festhielt.