Corona-Ausbruch im Bezirkskrankenhaus Ansbach – 1.200 Kontaktpersonen im Fokus

Seit Beginn der Corona-Pandemie treibt die Angst vor einem Corona-Ausbruch sicherlich jede Klinik um. Im Bezirksklinikum Ansbach wurden diese Befürchtungen nun wahr. Trotz Einhaltung aller im Krankenhaus gebotenen Hygienemaßnahmen und der Umsetzung der zusätzlich in der aktuellen Pandemie notwendigen Regelungen sind nach aktuellem Stand heute 33 Patienten und 29 Mitarbeiter infiziert.

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Symbol-Bild von Elchinator auf Pixabay

Auf welchem Weg der Virus den Weg in die Klinik gefunden hat, ist nicht nachvollziehbar. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass vor Bekanntwerden einer Erkrankung in der Inkubationszeit bereits Ansteckungen stattgefunden haben können. Um dies möglichst zu vermeiden, werden alle Patienten bei Aufnahme befragt, untersucht, isoliert und getestet. Maskentragen ist im Krankenhaus seit vielen Monaten Pflicht.

Um das aktuelle Ausbruchsgeschehen einzudämmen, wird derzeit gemeinsam mit dem Gesundheitsamt eine Reihentestung der Mitarbeiter und der Patienten der Psychiatrischen Klinik und der geriatrischen Rehabilitation organisiert. Dabei handelt es sich bei den etwa 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Pflegekräfte, Ärzte, Therapeuten, aber auch beispielsweise Handwerker und Kräfte des Hauswirtschaftlichen Dienstes. Hinzu kommen rund 400 Patientinnen und Patienten. Die Testung wird dabei innerhalb weniger Stunden durchgeführt, um den aktuellen Stand zielgenau zu erfassen. Dieser Kraftakt bedeutet, dass zusätzlich zu den Patienten, die jeweils auf den Stationen durch eigenes Personal getestet werden, halbstündlich 100 Mitarbeiter einbestellt und getestet werden müssen. Hierfür wurde durch das Gesundheitsamt eine externe Firma beauftragt. Etwa 400 Patienten könnten möglicherweise ebenfalls als Kontaktpersonen 1 zählen.

Unabhängig von der Testung wurde die reguläre Testfrequenz in der Klinik erhöht, die Impfung gestartet und der Personaleinsatz nochmals optimiert. Dies alles ist aufgrund der allgemeinen personellen Knappheit, die durch die aktuellen Krankheitsfälle noch verstärkt wird, eine besondere Herausforderung.

„In dieser schwierigen Situation sind die Strukturen und Prozesse, die wir zur Eindämmung der Pandemie in den Kliniken aufgebaut haben, von besonderer Bedeutung, weil diese uns ermöglichen schnell auf das aktuelle Geschehen zu reagieren. Besonderer Dank gilt zudem dem Gesundheitsamt für die konstruktive Zusammenarbeit,“ so Vorstand Dr. Matthias Keilen.