Wer geimpft werden möchte und im südlichen Landkreis Aichach-Friedberg wohnt, wird künftig direkt dem Impfzentrum in Kissing zugewiesen, eine Wahlmöglichkeit besteht nicht. Kissing zugeordnet werden, über die Postleitzahl ihres Wohnortes, die Bewohner von Eurasburg, Friedberg, Kissing, Merching, Mering, Ried, Schmiechen und Steindorf – jeweils mit den Orts- bzw. Stadtteilen.

Impfzentrum Kissing6
Foto: Wolfgang Czech

Voraussetzung ist, dass man sich unter impfzentren.bayern (bzw. unter Tel. 089 244 188 110) registriert hat. Auch Landkreisbürger aus dem Süden, die sich schon registriert, aber noch keinen Termin haben, werden ab sofort automatisch Kissing zugewiesen. Termine, die bereits für den Standort in Dasing vereinbart wurden, können allerdings nicht auf Kissing umgeschrieben werden. Auch Personen, die schon ihre Erstimpfung in Dasing erhalten haben, müssen zur Zweitimpfung weiter dorthin.

Das Impfzentrum in der Paartalhalle wird an sieben Tagen pro Woche geöffnet sein. Insgesamt könnten im Landkreis ab Mittwoch an die 600 Impfungen pro Tag durchgeführt werden, jeweils rund zur Hälfte in Dasing und Kissing. Im Moment wird dem Landkreis allerdings nur Impfstoff für etwa 2.500 Impfungen pro Woche zugeteilt. Nach Auskunft des Gesundheitsministeriums soll dies bald deutlich mehr werden. An beiden Standorten wäre dann eine weitere Aufstockung, auf insgesamt rund 1.200 Impfungen pro Tag möglich.

Laut den Vorgaben des Freistaates Bayern musste zum 15. Dezember vergangenen Jahres ein Impfzentrum im Landkreis betriebsbereit sein. Das Landratsamt entschied sich für einen zentralen Standort in Dasing und beauftragte unter drei Bewerbern die Firma Vitolus als Betreiber. Die ersten Impfstofflieferungen trafen am 26. Dezember ein. Mitte Februar forderte das Gesundheitsministerium alle Landkreise auf, sich auf eine deutliche Zunahme an Impfstofflieferungen einzurichten. Daraufhin wandte sich das Landratsamt an die Gemeinde Kissing, um die Paartalhalle als weiteres Impfzentrum einzurichten. Das konnte in Rekordzeit aufgebaut werden. Landrat: „Durch die Forderung der Kapazitätsausweitung können wir nun auch den Menschen ein komfortables Angebot machen. Ich danke Herrn Bürgermeister Gürtner und dem Gemeinderat für die großartige Unterstützung unserer Anfrage.“

Parkplätze gibt es direkt vor der Paartalhalle, der Zugang und der „Impfrundgang“ sind barrierefrei. Die nächste Bushaltestelle liegt 600 Meter entfernt. In den Bussen selbst wird die Haltestellenansage um den Hinweis auf das Impfzentrum ergänzt.

Vom Eingang bis zum Ausgang soll der Aufenthalt im Impfzentrum etwa 30 Minuten dauern. Völlig ausreichend ist übrigens, 15 Minuten vor dem Impftermin an der Paartalhalle anzukommen. Ein früheres Erscheinen führt zu längeren Schlangen und erschwert einen reibungslosen Ablauf.