Corona | Institut will bundesweit 60 000 Blutproben auswerten

Das Helmholtzzentrum für Infektionsforschung hat am Freitag in Reutlingen eine Corona-Antikörper-Studie mit bundesweit rund 60 000 Probanden begonnen. Potenzielle Probanden werden per Zufallsprinzip ausgewählt und um eine Teilnahme gebeten. Bei einer Zusage wird ihnen auf dem Reutlinger Testgelände Blut abgenommen.

Nach dem Kreis Reutlingen sollen in zehn weiteren deutschen Kommunen Menschen nach dem Zufallsprinzip zur Teilnahme an der Studie gebeten werden. Nach bisheriger Kenntnis bleiben viele Corona-Infektionen wegen ihres milden Verlaufs unerkannt. Infizierte bilden aber Antikörper gegen das Virus. Darauf wird in der Studie getestet. Die Studie soll Aufschluss darüber geben, wie viele Menschen in Deutschland sich tatsächlich bisher mit dem Virus angesteckt haben und nach bisherigen Erkenntnissen der Wissenschaft als immun gelten.